Medikation

Hinweis: Die Inhalte der Seite dienen nur als Informationsquelle und ersetzen keinen Arztbesuch. Verwenden Sie deshalb keine Internetquellen zur Selbstdiagnose. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

Allgemeine Informationen und Besonderheiten der Medikation

Begleitende Unterstützung der Psychotherapien durch die Verabreichung von Medikamenten

Die Medikation bezeichnet die Auswahl, Verordnung und Anwendung von Arzneimitteln durch einen Arzt als begleitende Maßnahme zu den Psychotherapien. Sie ist damit die Ausführung der Pharmakotherapie (auch Arzneimitteltherapie genannt), welche der Behandlung von Erkrankungen durch die Zugabe von Medikamenten dient. Dazu zählen beispielsweise Antidepressiva, die unter anderem zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Solche Psychopharmaka wirken auf das zentrale Nervensystem und beeinflussen bestimmte Vorgänge, die eine Veränderung der psychischen Verfassung des Patienten bewirken. Psychopharmaka helfen daher, akute Krisen zu bewältigen, den Antrieb zu verbessern oder die Stimmung aufzuhellen und werden häufig nur vorübergehend eingesetzt. Die Medikation eignet sich vor allem bei Patienten mit Depressionen, Angst und Zwangsstörungen.

Dauer und Durchführung der Medikation

Dauer der Medikation richtet sich nach der Erkrankung

Die Dauer der Einnahme von Medikamenten im Rahmen der Pharmakotherapie richtet sich nach der Erkrankung und ihrem Schweregrad sowie nach dem Therapieplan des Patienten. Da die Medikation in der Regel begleitend zu Psychotherapieverfahren eingesetzt wird, kann die Vergabe ganz unterschiedlich erfolgen. Die Dauer reicht somit von einmaliger Einnahme bis hin zu lebenslanger Verabreichung von Medikamenten.

Durchführung der Medikation wird auf Patienten maßgeschneidert angepasst

Die Entscheidung für eine medikamentöse Begleitung des Therapieplans wird von unseren erfahrenen Fachärzten gemeinsam mit dem Patienten geprüft und intensiv besprochen. Dabei werden alle Nutzen und Risiken bewertet sowie Alternativen gründlich geprüft. Die Auswahl der geeigneten Medikation erfolgt erst, wenn der Patient sein Einverständnis dazu gegeben hat. Unverzichtbar ist hier natürlich eine gründliche medizinische Untersuchung des Patienten – unter anderem durch Laborkontrolle, EEG und EKG. Unter genauester Berücksichtigung aller Erkrankungen und Begleitsymptome des Patienten wird dann die geeignete Vergabe von Arzneimitteln festgelegt. Dabei wird umfangreich mithilfe klinischer Studien sowie der Erfahrung der Ärzte geprüft, welche eventuellen Risiken, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zwischen einzelnen Medikamenten bestehen. Anschließend nimmt der Patient die empfohlene Medikation begleitend zur Psychotherapie ein. Wichtig ist hier, dass die Anwendung der Medikamente fest über den vom Arzt empfohlenen Zeitraum erfolgt.

Chancen und Vorteile der Medikation

Wissenschaftlich bewiesene Wirksamkeit und Unterstützung zu Psychotherapieverfahren

Viele Patienten haben Bedenken, dass Medikamente Abhängigkeiten hervorrufen oder ihre Persönlichkeit verändern können. Jedoch ist die Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung psychischer Erkrankungen wissenschaftlich bewiesen und liegt in vielen Fällen sehr hoch. Insbesondere bei Verfahren, die noch nicht ausreichend wirken, kann die Medikation eine begleitende Unterstützung für Patienten sein. Der individuell zugeschnittene Plan sowie die gründlichste ärztliche Planung und Betreuung der Therapie sind wichtige Aspekte, um Nebenwirkungen und Risiken sehr gering zu halten. Für uns steht dennoch in jedem Stadium der Behandlung eine wirksame Psychotherapie mit additiven Therapieverfahren stets an erster Stelle.