Reizbarkeit

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Reizbarkeit

Was ist Reizbarkeit?

Dass eine erhöhte Reizbarkeit an den Tag gelegt wird, ist eine normale und menschliche Belastungsreaktion. Im Zustand der Reizbarkeit reagiert der Mensch stärker auf alle möglichen Reize aus seiner Umgebung. Hierbei kann es sich um eine Reaktion auf Licht, Lärm oder psychischen Stress handeln. Zu einer erhöhten Reizbarkeit kann beispielsweise ständiger und lauter Lärm führen. Die Sinnesorgane nehmen die Reize auf und leiten sie über die Nervenfasern an das Gehirn zum Zwecke der Verarbeitung weiter. Diese Prozesse laufen derart schnell ab, dass der Mensch dies nicht direkt mitbekommt. Überreizen jedoch zu viele Reize das Gehirn, kommt es zu Aggressivität, Erregbarkeit, Gereiztheit oder Reizbarkeit.

Welche Personengruppe ist hiervon am meisten betroffen?

Besonders Männer, die an Depressionen erkranken, zeigen in vielen Fällen Symptome wie Gereiztheit, Aggressivität oder Ärger-Attacken. Anders als bei Frauen, zeigen sich bei depressiven Männern die Symptome nicht durch Gefühle wie Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit, sondern zeigt sich dies vielmehr in Form von Ärger, Reizbarkeit und Enttäuschung. Leiden Männer an einer depressiven Erkrankung, treten meist körperlichen Symptome in Kombination mit Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühle auf. Darüber hinaus kann dies mit Angst und einem Gefühl des Kontrollverlustes einhergehen. Bevor eine depressive Episode jedoch ausbricht, macht sich dies bereits über Wochen oder Monate hinweg durch körperliche Symptome wie Energiemangel, ständige Müdigkeit oder sexuelle Unlust bemerkbar. Eine depressive Erkrankung kann dann beispielsweise durch Magen-Darm-Beschwerden, Schmerzen und Erschöpfung in Erscheinung treten. 

Entstehung von Reizbarkeit

Was sind die Ursachen für Reizbarkeit?

Ursachen für eine normale Reizbarkeit können alltägliche Probleme wie Wut, mangelnder Schlaf, Bewegungsmangel oder Diäten sein. Gründe hierfür sind meist rein physischer Natur, sodass dies beispielsweise mit einer Zufuhr wichtiger Vitamine behoben werden kann. Eine Reizbarkeit kann allerdings auch als eine Nebenwirkung einer gefährlichen Krankheit auftreten. Mögliche Krankheiten, die eine Reizbarkeit als Nebenwirkung haben, sind eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung, ein Schlaganfall, eine Blutvergiftung, Alkohol, Drogen oder eine hormonell bedingte Störung. Die Reizbarkeit selbst stellt keine Krankheit dar, sondern kann ein Symptom einer Krankheit sein. Oftmals kann auch negativer Stress, welcher sich durch Schlafstörungen, innere Unruhe, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsprobleme zeigt, zu Reizbarkeit führen. Ist der Patient an Depressionen erkrankt, ist er deswegen nicht unbedingt leicht reizbar. Denn gerade Depressionen äußern sich in zu schwachen Reaktionen auf Außenreize. Reagieren depressiv Erkrankte jedoch gereizt, kann das ein erstes Anzeichen dafür sein, dass sich möglicherweise ein chronischer Verlauf der Krankheit andeutet. Auch die Erkrankung an einer bipolaren Störung, in der manischen als auch der depressiven Phase kann mit einer erhöhten Reizbarkeit einhergehen. 

Behandlung von Reizbarkeit

Was hilft gegen Reizbarkeit?

Eine überhöhte Reizbarkeit lässt sich je nach Ursache unterschiedlich behandeln. Leidet der Patient lediglich an einer leichten Reizbarkeit, können Naturmittel wie Johanniskraut, Baldrian, Hopfen, Lavendel, Kamille oder Melisse helfen. Hilfreich können auch Autogenes Training oder Yoga-Übungen sein. Zudem kann Bewegung, insbesondere an der frischen Luft, den Gereizten zur Ruhe kommen lassen. Ist der Betroffene nur übermüdet, sollte auf ausreichend viel Schlaf geachtet werden. Sofern die Reizbarkeit als Nebenwirkung einer Krankheit auftritt, wird auf die Behandlung der Grunderkrankung abgezielt. Sowohl im psychischen als auch im physischen Zustand kann eine Reizbarkeit des Körpers auftreten, welche zu unterschiedlichen Symptomen und Prognosen führt. Grundsätzlich kann eine Reizbarkeit des Körpers gut mit Medikamenten oder mit Salben behandelt werden. Liegt eine Reizbarkeit der Psyche vor, welche häufig durch Stress auftritt, kann dies zu psychischen Störungen führen, die sich wiederum in Depressionen, Aggressivität, Verhaltensstörungen und anderen sozialen Problemen niederschlägt. Die psychische Reizbarkeit kann insbesondere durch Gespräche mit Psychologen oder mit Medikamenten behandelt werden. Auch sollte der Patient versuchen, Stress zu reduzieren.