Post-Covid-Syndrom

Sie leiden nach Ihrer COVID-19-Erkrankung an andauernder Müdigkeit und Antriebslosigkeit? Ihr Alltag wird durch ständiges Erleben von Erschöpfung eingeschränkt? Dahinter könnte das Post-Covid-Syndrom stecken, das Spätfolgen einer Corona-Erkrankung umfasst. Was bisher über die Erkrankung bekannt ist und durch welche Symptome sie bestimmt wird, lesen Sie hier.

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Was versteht man unter dem Post-Covid-Syndrom?

Ein „Syndrom“ meint aus medizinischer Sicht zunächst das gemeinsame Bestehen mehrerer definierter Symptome, die durch das gleiche Krankheitsgeschehen ausgelöst werden. In der aktuellen „Corona-Pandemie“ zeigt sich eine Häufung von drei Symptomen, die gemeinsam nach Abklingen und in Folge einer akuten SARS-CoV-2-Erkrankung auftreten können. Diese sind Fatigue (Erschöpfungs- und Ermüdungszustand), Atemnot und Neuropsychologische Symptome, wie etwa eine Konzentrations-, Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörung. Zusammengefasst werden sie unter dem „Post-Covid-Syndrom”.

Typische Symptome: Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung

Fatigue, als ein kennzeichnendes Symptom des Post-Covid Syndroms, beschreibt ein Gefühl anhaltender Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung. Hält dieser Zustand über eine Dauer von mehr als sechs Monaten an, spricht man vom „Chronic Fatigue Syndrom”. Das internationale medizinische Klassifikationssystem ICD-10 / ICD-11 spricht vom „Chronic Fatigue Syndrom“ als „Chronischem Erschöpfungssyndrom“ in Folge von körperlichen Erkrankungen wie z.B. viralen Infektionen oder Krebserkrankungen.

Leitsymptome des chronischen Erschöpfungssyndroms sind eine deutlich schnellere Erschöpfbarkeit durch körperliche, intellektuelle oder psychosoziale Belastung als vor der Erkrankung und eine lang anhaltende Entkräftung nach Belastung. Das Syndrom wird den neurologischen Erkrankungen zugeordnet und kann insbesondere neuropsychologische Symptome als zusätzliche Symptome umfassen.

Fatigue als Kernsymptom bei Post-Infektions-Syndromen

Vergleicht man das Post-Covid-19-Syndrom mit anderen Post-Infektions-Syndromen, wie dem Post-SARS-Syndrom in Folge der SARS-Epidemie im Jahre 2003, so lässt sich das Fatigue-Symptom als prägnantestes Symptom festmachen. Bei allen unterschiedlichen Post-Infektions-Syndromen tritt es konsistent als Symptom auf.

Auch vier Jahre nach dem Abklingen der akuten Erkrankung lag die Häufigkeit eines „Chronic Fatigue Syndroms“ in Folge der SARS-Epidemie im Jahre 2003 noch bei 40 Prozent. Das Chronic Fatigue Syndrom in Folge der Erkrankung mit SARS-1-Virus im Jahre 2003 war damals im Wesentlichen mit weiteren Symptomen wie diffusen Muskelschmerzen, Schwäche, Depression und Schlafstörungen verbunden. Das aktuelle Post-Covid-19-Syndrom hingegen geht zusätzlich mit Atemnot und Neuropsychologischen Defiziten einher.

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Fatigue als bleibendes Leiden nach einer COVID-19-Erkrankung

Die zurzeit aktuellste Studie, die sich mit dem Post-Covid-19-Syndrom im Sinne einer chronischen Fatigue beschäftigt, ist im November 2020 erschienen. Sie zeigt auf, dass 10 Wochen nach Abklingen der COVID-19-Erkrankung noch 52,3 Prozent der Betroffenen an einer persistierenden Fatigue leiden. Dabei fand sich jedoch kein Zusammenhang zwischen der Schwere der durchgemachten COVID-19-Erkrankung oder biologischen Parametern und einem späteren Fatigue. Allerdings leiden Frauen sowie Betroffene mit einer vorexistierenden Diagnose von Depression oder Angst häufiger an einem Fatigue-Syndrom.

Fazit

Die Erfahrungen mit dem Post-SARS-1-Syndrom 2003 und die bisherigen Daten zu einem Post-COVID-Syndrom der aktuellen COVID-Pandemie weisen daraufhin, dass abgeklungene akute COVID-Erkrankungen zu einer bedeutsamen Häufung eines Fatigue-Syndroms führen. Je nach Virustyp treten dabei unterschiedliche zusätzliche Symptome auf, die allesamt zu teils deutlichen Beeinträchtigungen des Lebensalltags und der Lebensqualität führen.

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