Ernährungstherapie

Hinweis: Die Inhalte der Seite dienen nur als Informationsquelle und ersetzen keinen Arztbesuch. Verwenden Sie deshalb keine Internetquellen zur Selbstdiagnose. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollten Sie die Hilfe eines Arztes oder Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

Allgemeine Informationen und Besonderheiten der Ernährungstherapie

Gesunde Ernährung fördert einen gesunden Menschen

Die Ernährungstherapie umfasst die Beratung und Planung einer gesunden Ernährung im Alltag der Patienten. Sie basiert auf dem Verständnis, dass die Ernährung und gesundheitliche Verfassung eines Menschen miteinander zusammenhängen. So wirken sich eine Verbesserung oder Aufrechterhaltung der Ernährung auch auf die Gesundheit aus. Abgestimmt auf den Patienten und seine Erkrankung werden in der Therapie individuelle Diäten und Ernährungspläne erstellt. Die Therapie kann somit psychisches Leiden – insbesondere Depressionen – lindern und wird häufig mit sporttherapeutischen Methoden kombiniert.

Ernährungstherapie zur Behandlung und Prävention

Mithilfe der Therapie soll zum einen Krankheiten behandelt werden, deren Entstehung teilweise auch auf die Ernährung zurückzuführen ist. Auch können Symptome, die durch Stress oder Depression ausgelöst wurden und im Zusammenhang mit der Ernährung stehen, behandelt werden – beispielsweise Sodbrennen oder ein Reizdarm. Gleichzeitig ist die Ernährungsmedizin auch präventiv, da eine gesunde Ernährung positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden wirken kann. Mit ihr lässt sich zum Beispiel Krankheiten vorbeugen, die häufig zusammen mit einer Depression auftreten wie Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Probleme.

Patienten mit körperlichen Beschwerden und seelischen Problemen profitieren von der Ernährungstherapie

Die Ernährungstherapie ist in der Regel für alle Personen geeignet, die unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden. Auch Menschen mit Essstörungen wie Adipositas oder Magersucht profitieren von ernährungstherapeutischen Maßnahmen. Sie sind darüber hinaus auch bei zahlreichen anderen gesundheitlichen, meist chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Arthrose geeignet. Neben körperlichen Erkrankungen hilft die Ernährungsberatung aber auch bei seelischen Belastungen: Hier können zum Beispiel Patienten vom Coaching Gebrauch machen, die aus emotionalen Gründen wie Stress oder Einsamkeit zu viel oder zu wenig essen.

Dauer und Durchführung der Ernährungstherapie

Durchführung besteht meist aus Anamnese, Ernährungsberatung und Nachgespräch

Die Therapie richtet sich nach dem Patienten und seiner Erkrankung. Sie beginnt in der Regel mit der Anamnese, bei der die Situation des Patienten besprochen wird. Hier wird unter anderem sein Essverhalten genauer untersucht. Häufig wird der Patient gebeten, ein sogenanntes „Essprotokoll" anzufertigen, aus dem der Ernährungsberater Rückschlüsse auf die Ernährung ziehen kann. Auf Basis dieser Informationen kann der Ernährungsberater gemeinsam mit dem Patienten einen individuellen Ernährungsplan erstellen. Dieser orientiert sich am Ziel, das mit der Therapie verfolgt werden soll. Eine komplette Ernährungsumstellung erfordert einen anderen Plan als eine Optimierung der bisherigen Ernährung. Im Plan enthalten sind beispielsweise ausgewogene Rezepte und Informationen zu Lebensmitteln sowie Wissen und Tipps über eine ausgewogene Ernährung.  Der Plan kann ebenso allgemeine Informationen zu bestimmten Themen wie Abnehmen, unterwegs essen oder im Stress essen, umfassen. An die Ernährungsberatung knüpft in der Regel eine Nachbetreuung an, bei der der Patient von seinem Coach auch nach der Therapie unterstützt wird, damit die Ernährung nicht nur kurzfristig angepasst, verbessert oder umgestellt wird.

Chancen und Vorteile der Ernährungstherapie

Vorteile: Langfristige Erfolge erzielen und gesunden Lebensstil pflegen

Die Chancen und Vorteile der Ernährungstherapie können per se nicht vorhergesagt werden, da sie abhängig sind vom jeweiligen Patienten, seiner Erkrankung sowie der Therapie, bei der die Ernährungstherapie als begleitende Maßnahme eingesetzt wird. So spielt unter anderem auch die Bewegung eine wichtige Rolle. Ein Ernährungscoaching kann aber langfristig helfen, das eigene Wohlbefinden zu steigern und die Abwehrkräfte zu fördern. Damit können Krankheiten nicht nur akut behandelt werden, sondern die Therapie dient auch als vorbeugende Methode. Der Patient profitiert von einem gesunden Lebensstil, den er aus der Beratung mitnehmen und für sich umsetzen kann. Die Therapie ist somit nicht an einen bestimmten Ort wie die Klinik oder Praxis gebunden, sondern kann auch nach der Behandlung in Eigenregie fortgeführt werden. Darüber hinaus steht der Therapeut dem Patienten in der Nachberatung bei seinen Fragen zur Verfügung.