Selbsttest für Zwangsstörung

Wenn Sie sich fragen, ob Sie unter einer Zwangsstörung leiden, kann es helfen, sich im ersten Schritt einem entsprechenden Selbsttest zu unterziehen. Dieser Test dient nur der ersten Einschätzung und ersetzt keineswegs die Behandlung und Diagnose durch einen Facharzt. Das Ausfüllen des Online-Tests erfolgt anonym und vertraulich, er kann nicht mit Ihrer Person in Verbindung gebracht werden.

Leiden Sie unter einer Zwangsstörung? Machen Sie den Selbsttest.

Was ist eine Zwangsstörung?

­­Eine Zwangsstörung ist eine Erkrankung, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Jeder von uns hat “Marotten”: Der Schlüssel liegt immer an derselben Stelle; vor dem Verlassen der Wohnung kontrollieren wir, ob der Herd oder das Bügeleisen eingeschaltet ist, obwohl wir weder gekocht noch gebügelt haben. Das sind liebgewonnene und manchmal notwendige Marotten und haben mit Zwangsstörungen nichts zu tun. Betroffene einer Zwangserkrankung hingegen müssen immer wieder dieselben Rituale durchführen. Sie werden von beunruhigenden Zwangsgedanken geplagt, die sie nicht mehr loslassen. Es ist ihnen bewusst, dass ihre Handlungen und Ängste unverhältnismäßig sind, können diese aber nicht unterlassen.

 

 

Nicole Steffens

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Wenn normale Routinen zu einer krankhaften Störung werden, sollten Sie aktiv werden.

Auslöser von Zwangsstörungen

Die Dunkelziffer der Menschen, die unter unangenehmen Zwangsgedanken leiden, ist sehr hoch. Die Ursache dafür ist, dass sich Betroffene häufig schämen und keine Hilfe suchen. Es darf jedoch laut Experten davon ausgegangen werden, dass ein bis drei Prozent der Bevölkerung einmal im Leben eine Zwangsstörung haben.

Gründe und Risiken von Zwängen

Eine Zwangsstörung betrifft meistens Menschen, die in ihrem Wesen eher unsicher sind. Das kann eine kindliche Prägung sein, weil Übervorsicht den Heranwachsenden vor jeglichen eigenen Erfahrungen mit Gefahren ferngehalten hat. Eine eindeutige Ursache ist jedoch immer noch nicht sicher darzulegen. Studien zeigen aber, dass eine erbliche Vorbelastung wahrscheinlich ist. Eine genetische Disposition, so viel weiß man, reicht aber nicht dafür aus. Besondere traumatische Erfahrungen führen deshalb oftmals zum Ausbruch einer von Zwangsgedanken geleiteten psychischen Störung.

Der Teufelskreis der Zwangsstörung

Betroffene führen immer wiederkehrende Handlungen und Rituale aus. Da Menschen mit derartigen Zwangsgedanken meist verunsichert sind oder Angst haben, geben die zwanghaften Handlungen Sicherheit. Werden diese Rituale nicht ausgeführt, kehrt die Unsicherheit und die Angst mit Macht zurück. Problematisch an der Zwangsstörung ist, dass sich die Angst trotz der Rituale langfristig verstärken kann. Darauf reagiert der Betroffene mit weiteren zwanghaften Handlungen. Ein Teufelskreis entsteht.

Schloss Gracht bietet einen Rückzugsort, an dem wir Sie auf dem Weg zu Ihrer Genesung begleiten.

Symptome einer Zwangsstörung

„Meine Stifte müssen immer parallel und geordnet auf meinem Schreibtisch liegen“. „Die Hände schrubbe ich mir mehrmals am Tag“. „Obwohl ich nicht koche, kontrolliere ich mehrmals am Tag den Herd“. Solche sich wiederholenden Zwangshandlungen sind mögliche Symptome und lassen auf eine zwanghafte Störung schließen.

Zwänge bestimmter Handlungen und quälende Gedanken

Häufig vorkommende Formen der Zwangshandlungen sind der Putz- und Ordnungszwang. Gegenstände oder die Wohnung müssen immer wieder gereinigt werden, Hemden müssen in derselben Größe gefaltet sein. Weicht man von dieser Vorgabe ab, ist dies für die Betroffenen unerträglich. Auch leiden viele unter dem Symptom des Wiederholungszwangs. Handlungen müssen in einer bestimmten Anzahl durchgeführt werden. Kleinste Abweichungen verunsichern die Betroffenen so sehr, dass sie mit ihren Zwangshandlungen wieder von vorne anfangen müssen. In häufigen Fällen werden die Rituale immer weiter ausgebaut. Nicht selten verbringen Menschen mit Zwangshandlungen oftmals Stunden am Tag, diese durchzuführen. Es verwundert deshalb nicht, dass am Ende betroffene Menschen, die unter einer hohen Belastung leiden, ihren Alltag nicht mehr bewältigen können. Sie wenden sich von Freunden und sozialen Aktivitäten ab, da in ihrem Umfeld das Verständnis fehlt. Soziale Isolation bis hin zur manifesten Depression sind die Folgen.

Nicole Steffens

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Den Zwang hinter sich lassen und wieder zur Normalität zurückkehren.

Therapiemöglichkeiten

Zwangsstörungen galten früher als nicht behandelbar. Richtig ist, dass Störungen mit Zwangsgedanken meistens chronisch verlaufen. Heutzutage ist es jedoch möglich, die Symptome durch eine Therapie deutlich zu mildern. Dies geschieht im Rahmen der klinischen Psychologie durch die Psychotherapie, welche mit einer medikamentösen Behandlung gepaart ist. Von der reinen Behandlung mit einer Medikamenten-Therapie wird in der Regel abgesehen, da die Kombination mit einer Psychotherapie eine bessere Wirkung erzielt. Der Grund dafür ist, dass eine Psychotherapie Aufschlüsse über die Hintergründe von Zwängen geben kann. Je früher die Therapie einsetzt, desto besser ist die Prognose.

Verhaltenstherapie als wirkungsvolle Behandlung

Gute Behandlungsergebnisse erzielt die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie. Der Psychotherapeut setzt den Patienten dabei konkreten Reizen aus, welche die zwanghaften Handlungen auslösen. Dabei darf der Patient seine gewohnten Rituale nicht ausführen und seiner inneren Anspannung nicht nachgeben. Der Patient lernt dadurch die Kontrolle über sein Verhalten. Gute Resultate zeigen auch Techniken des Autogenen Trainings, der progressiven Muskelentspannung wie auch Achtsamkeitsübungen. Bei einer ausgeprägten Störung mit Zwangsgedanken ist der Aufenthalt in einer Klinik unabdingbar. Dort kann mit Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken und einer medikamentösen Therapie das Fundament für eine langfristige Verbesserung gelegt werden.

Sollten Sie unter zwanghaften Handlungen und Ritualen leiden, kann ein Zwangsstörung-Test sinnvoll sein. Ein solcher Online-Test kann Ihnen Aufschluss darüber geben, ob Sie möglicherweise an einer Zwangsstörung leiden und wie schwer diese ist. An dieser Stelle muss noch einmal betont werden, dass ein solcher Selbsttest in keinem Falle den Arztbesuch und eine fachärztliche Diagnose ersetzt!

Kontakt
Nicole Steffens

anschreibe

Sprechzeiten

sdddd

Standort

sdddd

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht
Schreiben Sie uns gerne an