Selbsttest für somatoforme Störung

Wenn Sie sich fragen, ob Sie unter einer somatoformen Störung leiden, kann ein Selbsttest sinnvoll sein. Dieser gibt Aufschluss darüber, ob Sie psychosomatische Symptomen haben. Er dient nur als erste Einschätzung und ersetzt nicht die Behandlung und Diagnose eines Facharztes. Das Ausfüllen des Tests erfolgt anonym und eine Rückführung auf Ihre Person ist nicht möglich.

Leiden Sie unter einer somatoformen Störung? Machen Sie den Selbsttest.

Was ist eine somatoforme Störung?

­­Wer kennt sie nicht: körperliche (somatische) Beschwerden oder Schmerzen, die plötzlich auftauchen und wieder verschwinden. Bleiben diese Beschwerden allerdings über einen längeren Zeitraum bestehen oder treten zum wiederholten Male auf, gibt es drei Möglichkeiten: Eine körperliche Erkrankung mit einer medizinischen Diagnose liegt vor, es handelt sich um eine sogenannte „somatoforme Störung“ (Psychosomatisches Syndrom), oder aber es 
handelt sich um beides. Werden körperliche Krankheiten ausgeschlossen, liegt eine solche Erkrankung mit somatoformen Ursachen vor.

Chronische Schmerzen ohne körperliche Ursache

Eine somatoforme Störung äußert sich auf verschiedene Art und Weise, denn sie kann jedes Körperteil und Organ betreffen. Häufig anzutreffen sind Symptome des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Trakts, des urogenitalen Bereiches, der Atmung wie auch der Muskeln und Gelenke. Dabei sind es insbesondere die Schmerzen und körperlichen Beschwerden, welche die Patienten mit dieser Somatisierungsstörung zu häufigen Arztbesuchen drängen. Die ärztliche Untersuchung auf körperliche bzw. organische Ursachen hin bleibt hierbei erfolglos.

Diese Diagnose stellt eine erhebliche Belastung für die von der Störung Betroffenen dar, da sie sich vom Arzt mit ihren chronischen Schmerzen nicht verstanden oder ernst genommen fühlen. Der Facharzt hingegen fühlt sich machtlos, da die Diagnostik unzureichend ist oder vom Patienten als falsch angesehen wird. Infolgedessen verschlechtert sich die Arzt-Patient-Beziehung. Weitere Behandlungen werden explizit angefordert, auch bei anderen Ärzten werden Untersuchungen veranlasst. Jedoch kann der von der Störung Betroffene keine Diagnostik annehmen: Die somatoforme Erkrankung, welche auf psychischen Ursachen beruht, lässt den Patienten daran zweifeln, dass körperliche Krankheiten ausgeschlossen werden können. Mit den chronischen Schmerzen und den andauernden körperlichen Beschwerden verstärkt sich die seelische Belastung des betroffenen Patienten.

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Ursache der somatoformen Störung

Ursachen dieser Störung sind seelische Belastungsfaktoren des Patienten. Dazu zählen auch ungelöste Konflikte und emotionaler Stress, welche die körperlichen Symptome auslösen und aufrechterhalten können. Angst und Depression sind überdies häufig bei Betroffenen einer somatoformen Störung anzutreffen.

Kindheitserlebnisse und spätere Traumata als Auslöser für somatoforme Störungen

Warum es zu somatoformen Störungen kommt, ist, wie bei vielen psychischen Erkrankungen, nicht klar bewiesen. Jedoch lassen sich einige Ursachen dafür in der Kindheit verorten. Ein Erziehungsstil, der bei Kindern keine Gefühle zulässt oder mit Gewalt einhergeht, kann hier ausschlaggebend für den Auslöser der Erkrankung sein. Auch die seltene Zuwendung, die der betroffene Patient als Kind lediglich im Krankheitsfall erhielt, wenn Beschwerden körperlicher Art vorlagen, spielt eine Rolle. Des Weiteren wird die Abspaltung der Gefühle, um nach traumatischen Erlebnissen weiter leben zu können, als Ursache gesehen. Traumatische Erlebnisse im Erwachsenenalter können ebenfalls Grund für die Entstehung einer Somatoformen Störungen sein.

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Symptome einer somatoformen Störung

Im Vordergrund einer solchen Störung stehen die körperlichen Symptome. Diese somatoformen Beschwerden können überall im Körper auftreten, es gibt dafür jedoch keine medizinische Erklärung. Die Symptome sind psychischer, somatoformer Natur und haben keinen körperlichen Auslöser.

So kann etwa das Herz-Kreislauf-System betroffen sein. Brustschmerzen, Herzstechen, Druck auf der Brust oder sogar Herzstolpern können als Symptome auftreten, aber auch körperliche Schmerzen in Armen und Beinen sind nicht selten. Oftmals treten Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Übelkeit und Völlegefühl auf. Überdies werden bei einem somatoformen Leiden Probleme beim Wasserlassen, sehr häufiges Wasserlassen oder Unterbauchschmerzen im Allgemeinen bei der Untersuchung genannt.

Erscheinungsformen der somatoformen Störung

Eine somatoforme Störung kann unterschiedlich aussehen. Sie hat verschiedene Erscheinungsformen, die sich durch körperliche Symptome auszeichnen. Trotzdem handelt es sich bei allen Formen um eine Erkrankung der Psyche.

  • Somatisierungsstörung: Bei der Somatisierungsstörung treten typischerweise somatoforme Symptome in Form von Beschwerden körperlicher Natur gleichzeitig bei mehreren Organen auf. Welche Organe davon betroffen sind, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. So können z.B. Magen-Darm-Probleme mit Schwindel oder Menstruationsproblemen einhergehen.
  • Hypochondrische Störung: Die hypochondrische Störung äußert sich kaum durch somatische Symptome. Vielmehr ist der betroffene Patient der Auffassung, dass eine schwere Krankheit vorliegt. Diese ständige Angst vor einer Erkrankung und der damit verbundenen Ungewissheit stellt für den Betroffenen der Störung eine chronische Belastung dar.
  • Andauernde Schmerzstörung: Typisch für die andauernde somatoforme Schmerzstörung ist, dass der wahrgenommene Schmerz mehr als sechs Monate andauert. Woher der Schmerz kommt, ist nicht explizit zu  benennen. Vor allem beschäftigen sich Betroffene übermäßig mit den Symptomen.
  • Unbestimmte Störung: Die Diagnose der unbestimmten somatoformen Störung zeichnet sich dadurch aus, dass ein oder mehrere Organe betroffen sind oder von körperlichen Beschwerden berichtet wird. Eine körperliche Ursache ist also möglich. Die Beschwerden halten mehr als sechs Monate an.

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Therapiemöglichkeiten

Für die Behandlung einer Störung mit somatoformen Symptomen gibt es keine einheitliche Therapie. Jeder Therapieansatz und jede Behandlung geht individuell auf die körperlichen Symptome des unter somatoformen Schmerzen leidenden Patienten ein. Wichtig ist, dass diese körperlichen Schmerzen vom Arzt oder Psychotherapeuten ernst genommen werden. Voraussetzung für einen Therapieerfolg ist dabei das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt bzw. Psychotherapeuten. Die hinter den körperlichen Beschwerden stehenden psychischen Prozesse werden offen mit dem von der Störung Betroffenen besprochen und müssen im Rahmen der Behandlung von diesem verarbeitet werden. Oftmals hilft eine begleitende medikamentöse Therapie mittels Antidepressiva, um die psychischen Leiden zu mildern. Ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik kann für eine erfolgreiche Therapie das Fundament legen.

Wir möchten auch hier noch einmal darauf hinweisen, dass ein eigenständig durchgeführter Online-Test zur somatoformen Störung nur ein Hilfsmittel darstellt. Lediglich ein ausgebildeter Arzt kann eine fundierte Diagnose stellen und weitere Therapieverfahren empfehlen.

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Nicole Steffens

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Nicole Steffens

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