Selbsttest für Schizophrenie

Wenn Sie Bedenken haben, an Schizophrenie erkrankt zu sein, kann die Durchführung eines Selbsttests sinnvoll sein. Bitte bedenken Sie aber, dass dieser Test nur als eine Hilfestellung und erste Einschätzung dienen soll und keineswegs die Behandlung und Diagnose durch einen Facharzt ersetzt. Das Ausfüllen des Tests erfolgt anonym, das Ergebnis kann nicht auf Sie zurückgeführt werden.

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Was ist eine Schizophrenie?

Schizophrenie ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die sich auf die Wahrnehmung und auf das Verhalten eines Menschen auswirkt. Eine schizophrene Erkrankung tritt in verschiedenen Formen auf und gehört zu den sogenannten "endogenen Psychosen". Dabei stammen die Ursachen der Psychose aus dem Inneren der Person, sie sind also für Außenstehende nicht ersichtlich. Unter Psychosen versteht man allgemein Krankheitsbilder, die unter anderem mit Symptomen wie Wahnvorstellungen (z.B. Verfolgungswahn), Wirklichkeitsverlust, Stimmungsschwankungen, Störungen des Denkens und der Gefühlswelt sowie der Sprache einhergehen. Betroffene berichten zudem von Halluzinationen (z.B. das Hören von Stimmen), oder weisen auffällige Körperhaltungen auf, die bis hin zur Bewegungslosigkeit reichen können. Darüber hinaus gilt es, mit einem weit verbreiteten Irrtum aufzuräumen. Patienten mit der Diagnose einer Schizophrenie leiden nicht an einer gespaltenen Persönlichkeit oder tragen mehrere Persönlichkeiten in sich. Dies ist bei einer sogenannten dissoziativen Identitätsstörung der Fall.

Nicole Steffens

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Bei dem Hinweis auf eine schizophrene Erkrankung sollten Sie sich in eine professionelle Behandlung begeben. Wir sind an Ihrer Seite.

Akute und chronische Krankheitsphase

Eine schizophrene Erkrankung ist durch Schübe gekennzeichnet. In der akuten Phase treten überwiegend Symptome wie z.B. Halluzinationen auf. Typisch dafür ist, dass Patienten Stimmen hören, die es nicht gibt. Viele Betroffene leiden aber auch unter Wahnvorstellungen. Beispielhaft steht hierfür der Verfolgungswahn, oftmals einhergehend mit einem Übermaß an Aktivität.

Bei der chronischen Phase sind vor allem psychische Funktionen und Emotionen sehr eingeschränkt. Menschen mit schizophrenen Psychosen verfallen in eine äußere und innere Lethargie. Sie wirken antriebslos, erschöpft und antworten oft mit sozialem Rückzug darauf. Die Körperpflege wird vernachlässigt, selbst das Aufstehen wird oft zur unüberwindbaren Hürde. Arbeitsunfähigkeit und Freudlosigkeit sind einhergehende Begleiterscheinungen. Die Mimik ist ausdruckslos und die Stimme monoton. Neben der Diagnose der Schizophrenie kommt oftmals auch eine Depression dazu.

Schloss Gracht bietet einen Rückzugsort, an dem wir Sie auf dem Weg zu Ihrer Genesung begleiten.

Arten der Schizophrenie

Paranoide Schizophrenie

Die paranoide Schizophrenie ist die bekannteste Form. Wahnvorstellungen und Halluzinationen sind hierfür die auffälligsten Symptome während einer akuten Phase. Der Verfolgungswahn tritt am häufigsten auf. Patienten fühlen sich von Personen, Organisationen oder auch von Außerirdischen verfolgt. Aber auch der Beziehungswahn kommt häufig vor. Handlungen oder Äußerungen einer bestimmten Person werden hierbei ausschließlich auf sich bezogen. Darüber hinaus können auch Größenwahn und wahnhafte Botschaften Teil der Erkrankung sein. Vor allem akustische Halluzinationen treten oftmals auf. Das sind Stimmen, die in Wirklichkeit nicht existieren. Diese Stimmen können freundlich sein, oftmals sind sie aber bedrohlich und erteilen dem Patienten Befehle. Körperliche Halluzinationen hingegen äußern sich dadurch, dass schizophrene Menschen glauben, dass sich Körperteile auflösen oder falsch platziert sind. Das Verschwimmen zwischen der Umwelt und der eigenen Person wird auch als „Ich-Störung“ bezeichnet.

Hebephrene Schizophrenie

Bei der hebephrenen Schizophrenie sind vor allem der Antrieb, das Denken und die Emotionen tangiert. Zusammenhangloses und unlogisches Denken zeigt sich vor allem in der Sprache. Denk- und Sprachstörungen führen dazu, dass teilweise nur noch in Wortfetzen gesprochen wird. Es kann aber auch in einer akuten Phase vorkommen, dass gar nicht mehr gesprochen wird. Die emotionale Störung zeigt sich durch distanzloses und unangemessenes Verhalten, Betroffene irritieren dadurch oftmals ihr Umfeld. Beispielsweise lachen sie, obwohl sie unglücklich sind oder albern auf einer Beerdigung herum.

Katatone Schizophrenie

Bei der katatonen Schizophrenie ist die Psychomotorik gestört. Merkwürdige Bewegungen mit Händen, Armen oder Beinen sind dafür beispielhaft. Schizophrenie-Patienten verbiegen ihren Körper oder laufen ziellos umher. Andererseits können sie in einen Starrezustand (Stupor) verfallen, wodurch sie oft stundenlang in ungewöhnlichen Positionen verharren und nicht mehr sprechen.

Sollten Sie mehrere dieser Beschwerden bei sich feststellen, kann ein Schizophrenie-Test sinnvoll sein. Dieser kann Ihnen Aufschluss darüber geben, ob Sie möglicherweise an einer Schizophrenie leiden und wie schwer diese ist. An dieser Stelle sei noch einmal betont, dass ein solcher Online-Test in keinem Fall den Arztbesuch ersetzt! 
 

Nicole Steffens

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Patientenmanagerin Schloss Gracht

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Eine schizophrene Erkrankung kann durch belastende Situationen und Stress begünstigt werden.

Ursachen von Schizophrenie

Wie bei den meisten psychischen Störungen gibt es auch für die Schizophrenie mehrere Ursachen. Forscher sind sich einig, dass die Krankheit genetisch vererbbar sein kann. Mehrere Studien weisen aber auch darauf hin, dass es weitere Faktoren gibt, die das Risiko für den Ausbruch der Krankheit steigern. So spielen etwa die Neurotransmitter im Gehirn, belastende Situationen oder Stress eine Rolle. Da die Ursachen der Krankheit noch nicht vollständig geklärt sind, fokussiert man sich bei der Therapie auf die Linderung der Symptome. 

Therapiemöglichkeiten

Bei den meisten Betroffenen wird eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie angewandt. Der Schwerpunkt der Therapieform wird je nach Symptomen und persönlichen Faktoren des Betroffenen von Mensch zu Mensch unterschiedlich gesetzt. Dabei nehmen die Patienten täglich antipsychotische Medikamente wie Neuroleptika, atypische Neuroleptika oder Antidepressiva ein, um vor allem Symptome wie Psychosen einzuschränken. Die Psychotherapie wird ergänzend zur Einnahme von Medikamenten genutzt, um über die Krankheit aufzuklären, den Patienten psychisch zu stabilisieren oder beängstigende Erlebnisse zu verarbeiten. Die Patienten lernen auch, wie sie mit ihren eigenen Gedanken in stressigen Situationen umgehen können und Frühwarnzeichen einer schizophrenen Phase rechtzeitig erkennen. Bei Ausbruch einer akuten Phase ist manchmal die Behandlung in einer Psychiatrie notwendig, da die Patienten in diesen Situationen meist keine Krankheitseinsicht besitzen. Nachdem der Betroffene stabilisiert wurde, kann das Leben meist wieder in den eigenen vier Wänden fortgeführt werden, sofern das Risiko für die Gefährdung des Betroffenen oder Menschen des sozialen Umfeldes ausgeschlossen werden kann. 


Wir möchten auch hier noch einmal darauf hinweisen, dass ein eigenständig durchgeführter Schizophrenie-Test nur ein Hilfsmittel darstellt. Er ersetzt nicht die Diagnose und Therapie durch einen ausgebildeten Arzt.
 

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