Selbsttest für bipolare Störung

Die Symptome einer bipolaren Störung können stark variieren. Daher kann es hilfreich sein, zunächst einen Selbsttest durchzuführen. Dieser liefert Ihnen eine erste Einschätzung zu Ihrem Gesundheitszustand. Bitte bedenken Sie aber, dass der Test nur als eine Hilfestellung und erste Einschätzung dient und nicht die Diagnose durch einen Facharzt ersetzt. Ihre Angaben sind anonym.  

Leiden Sie unter Bipolarität? Machen Sie den Selbsttest.

Was ist eine bipolare Störung?

Eine bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung, die großteils biologische Ursachen hat und weitervererbt werden kann. Aber auch traumatische Erlebnisse oder entwicklungsbedingte Faktoren begünstigen die Störung. Diese manifestiert sich insbesondere durch wechselhafte Stimmungsschwankungen, die oftmals keinen ersichtlichen Grund haben. Der Betroffene schwankt dann meist zwischen Manie bzw. Hypomanie und Depression. Der Wechsel zwischen den Phasen verläuft unregelmäßig und auch die Ausprägung der manischen und depressiven Episoden kann unterschiedlich sein.

 

 

 

 

Nicole Steffens

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Eine manische Depression ist eine ernstzunehmende seelische Krankheit, die einer professionellen Behandlung durch einen Facharzt bedarf.

Verschiedene Ausprägungen

Häufig wird vom Betroffenen zunächst nur die depressive Phase bewusst wahrgenommen. Die Phase des Hochgefühls wird hingegen nicht als krankhaft erlebt, sodass die Erkrankung als reine Depression häufig verkannt und falsch behandelt wird. Durchschnittlich vergehen acht leidvolle Jahre, bis die richtige Diagnose der bipolaren Störung gestellt und dem Betroffenen eine passende Behandlung ermöglicht wird.

Letztlich gibt es zwar verschiedene Formen der bipolaren Störung, außerdem auch Mischformen. Die Erkrankung lässt sich grundsätzlich jedoch in drei Formen gliedern:

  1. Bipolar-I-Störung: Abwechslung von depressiven und manischen Episoden
  2. Bipolar-II-Störung: Abwechslung von Depression und nur leichter Manie (hypomane Phasen)
  3. Zyklothymia: Abwechslung von Manie und Depression in stark abgeschwächter Form

Symptome einer bipolaren Störung

Manische Phasen kennzeichnen sich durch Tatendrang, Euphorie, Leichtsinnigkeit, sexuelle Hyperaktivität und einen leichtfertigen Umgang mit Geld. Depressive Episoden hingegen äußern sich durch gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Schuldgefühle, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Freudlosigkeit, einem verminderten Selbstwertgefühl und eventuell sogar Suizidgedanken. Betroffene befinden sich inmitten eines ständigen Auf und Abs Ihrer Gefühlswelt, die sie nicht kontrollieren können. Das geht mit einer enormen seelischen Belastung einher.

Schloss Gracht bietet einen Rückzugsort, an dem wir Sie auf dem Weg zu Ihrer Genesung begleiten.

Behandlung der Erkrankung

Die bipolare Erkrankung gehört laut ICD-10 zu den affektiven Störungen, da sie Einfluss auf die Stimmungen der Betroffenen nimmt. Die Patienten haben oft starke Stimmungsschwankungen: Sie erleben zunächst Gefühle des Übermuts und leiden plötzlich an depressiven Symptomen. Daher wird die Erkrankung umgangssprachlich häufig noch manische Depression genannt. Mithilfe von ärztlicher Betreuung kann die Lebensqualität jedoch deutlich verbessert werden. Eine Mischform der Psychotherapie, der kognitiven Verhaltenstherapie und der Behandlung mit Medikamenten, wie zum Beispiel mit atypischen Neuroleptika, ermöglicht es dem Betroffenen, sein seelisches und körperliches Wohlbefinden zu steigern.

Folgen einer bipolaren Störung

Oftmals wird die bipolare Störung von weiteren seelischen Lasten begleitet.  Häufig treten zusätzlich Angsterkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen auf. Durch die seelische Belastung der Depression entwickeln einige manisch-depressive Menschen eine Alkoholsucht oder greifen zu Drogen. Die Diagnose dieser Begleiterkrankungen ist essenziell für die Therapie, um eine erfolgreiche Behandlung zu ermöglichen, da die Symptome der Begleiterkrankung einen negativen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Nehmen manisch-depressive Menschen keine Behandlung in Anspruch, kann sich die bipolare Depression bis hin zu Suizidversuchen verschlimmern. Deshalb ist es so wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und mit der auf den Patienten abgestimmten (Psycho-) Therapie und der Einnahme von Medikamenten zu beginnen.

Nicole Steffens

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Patientenmanagerin Schloss Gracht

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Eine bipolare Erkrankung kann zu starken Einschränkungen im Alltag führen.

Woran erkenne ich, dass ich eine bipolare Störung habe?

Über die Hälfte der Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung berichtet, dass am Anfang der Erkrankung zuerst depressive Phasen auftreten. Erst im weiteren Verlauf der Krankheit treten manische Episoden auf. Wenn Sie starke Stimmungsschwankungen zwischen Depression und Manie mit Symptomen wie Größenwahn oder Übermut bis hin zu psychotischen Symptomen wie Wahnvorstellungen feststellen, sollten Sie dringend eine Therapie in fachärztlichen Händen in Erwägung ziehen.

Erste Schritte aus der bipolaren Störung

Oftmals werden Menschen mit bipolarer Störung nicht als solche erkannt. Die Symptome werden von den Betroffenen oder Angehörigen kleingeredet oder, durch die Ähnlichkeit zu Depressionen oder der Schizophrenie, falsch interpretiert. Die Symptome der psychischen Störung sind komplex und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Deshalb sollte die Diagnostik nicht selbst, sondern von ausgebildeten Fachärzten übernommen werden. Auch die Art der Therapie wird vom Arzt verordnet, da dieser am besten entscheiden kann, wie depressive und manische Phasen behandelt werden sollten und welche Mischung aus medikamentöser Therapie und Psychotherapie für den Patienten am sinnvollsten ist. Durch die Verleugnung des Problems und die ständigen Fehlinterpretationen der Patienten selbst braucht die Diagnostik oft sehr lange. Unser Selbsttest für Bipolare Störung kann Ihnen zwar dabei helfen, eine Erkrankung zu erkennen, er kann die Diagnose eines Arztes jedoch nicht ersetzen.

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