Schlechte Laune

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von schlechter Laune

Wie äußert sich schlechte Laune? 

Schlechte Laune ist umgangssprachlich ein schwacher Begriff für Niedergeschlagenheit, die wiederum ein Symptom einer Depression sein kann. Um eine genaue Abgrenzung vornehmen zu können, ob der Patient lediglich sehr niedergeschlagen oder schon depressiv ist, hilft die Frage nach den Bereichen, in denen der Patient Glück und Freude empfindet. Können Fragen hinsichtlich der Empfindung von Freude an Treffen mit Freunden, Hobbys, Freude am Leben oder an anderen lebensbereichernden Momenten bejaht werden, liegt grundsätzlich keine Depression vor. Schlechte Laune ist keine Krankheit und stellt auch nur selten ein Symptom dar. Oft ist dies nur auf vermehrten Stress und Überforderung zurückzuführen. Schlechte Laune kann teilweise auch einfach nur tagesbedingt sein. 

Wann ist schlechte Laune besorgniserregend? 

Halten die Gefühle der Niedergeschlagenheit, Traurigkeit und inneren Leere länger an oder werden stärker, kann von einer ausgeprägten depressiven Verstimmung ausgegangen werden. Begleitet wird die depressive Verstimmung von körperlichen Begleitsymptomen wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schwindel, Schlafstörungen, ungeklärten Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit oder Hautveränderungen. In diesen Fällen sollte in jedem Fall eine medizinische Abklärung erfolgen. 

Ursachen von schlechter Laune

Was ist der Grund für schlechte Laune? 

Durchgängig gut gelaunt ist niemand. Die Ursachen für schlechte Stimmung sind dabei vielfältig: Beispielsweise kann das Wetter vielen Menschen aufs Gemüt schlagen. Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten kann mangelnder Lichteinfall negative Stimmung verursachen. Auch Müdigkeit über den ganzen Tag hinweg, schlechte Ernährungsgewohnheiten oder Bewegungsmangel können zu schlechter Stimmung führen. Weitere Ursachen können jedoch auch Stress, Über-, Unterforderung sowie negative Gedanken sein. Beispielsweise können der Verlust eines geliebten Menschen, eine Kränkung, Scham, Ausgrenzung oder Unzufriedenheit dazu führen, dass der Betroffene schlecht gelaunt ist. Fühlt er sich unzufrieden mit seiner eigenen Lebenssituation (zum Beispiel hinsichtlich seiner Arbeit oder seiner privaten Verhältnisse), kann dies zur miesen Laune beitragen.

Behandlung von schlechter Laune

Was sind die besten Tipps gegen schlechte Laune? 

Ein Tipp um die Stimmung zu heben, ist das Betreiben von Stress reduzierenden Tätigkeiten. So sollten Aktivitäten wie Sport, Musik hören, Malen oder Gartenarbeiten vermehrt in Angriff genommen werden, wenn sich negative Emotionen in den Vordergrund drängen. Auch Tanzen, Singen und Lachen können zu einer guten Stimmung verhelfen.

Auf psychologischer Ebene sollte auf automatisierte negative Gedanken, welche die Niedergeschlagenheit meist verstärken, achtgegeben werden. Denn vor allem diese unbewussten, automatisierten Gedankengänge wie "Ich werde nie einen Job finden" oder "Mich findet sowieso keiner attraktiv" führen häufig in eine Depression. Schlechte Laune kann auch ein Zeichen für fehlende Nähe und Zuwendung sein. So sollte auf sozialer Ebene die Nähe zu Familie und Freunden gesucht werden, denn ein starkes soziales Netzwerk schützt vor Krisen. 

Ein weiterer Tipp ist darauf zu achten, dass das körperliche Grundbedürfnis ausreichend erfüllt ist und der Hormonhaushalt im Gleichgewicht ist. Spaziergänge an der frischen Luft füllen den Vitamin-D-Speicher durch das Tageslicht auf und wirken sich positiv auf die Laune aus. Auch Bewegung fördert gute Laune, weil im Gehirn Glückshormone wie Serotonin und Dopamin ausgeschüttet werden. Unterdessen wird auch das Stresshormon Cortisol vermindert. Wichtig ist es, für genügend Schlaf zu sorgen, denn schlechte Laune geht oft mit Erschöpfung und Müdigkeit einher.