Muskelkrämpfe

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Muskelkrämpfen

Was sind Muskelkrämpfe? 

Hierunter versteht man eine unerwartete, kurze, unbewusste und häufig mit einem Schmerz verbundene Anspannung eines Muskels oder einer Muskelgruppe. Es tritt eine Verhärtung der betroffenen Muskelgruppe ein. Tritt ein Krampf am ganzen Körper ein, spricht man von einem generalisierten Muskelkrampf. 

Gibt es verschiedene Formen von Krampfanfällen? 

Neben den Muskelkrämpfen in der Wadenmuskulatur und in den Fußmuskeln kann es auch zu einem psychogenen Krampfanfall kommen. Anders als bei epileptischen Krampfanfällen sind psychogene Krampfanfälle nicht auf eine neurologische Erkrankung zurückzuführen, sondern auf eine emotionale. Kann der Betroffene nicht mit einer ihn belastenden Situation umgehen, mündet dies in einem Krampfanfall. Häufig wird dies durch enormen Stress ausgelöst. Betroffen hiervon sind in der Regel junge Frauen. 

Entstehung von Muskelkrämpfen

Was sind die Ursachen für Muskelkrämpfe?

Ursächlich hierfür ist nicht der Muskel selbst, sondern ein Nerv, welcher für die Steuerung des Muskels verantwortlich ist. Das Gehirn schickt über Nervenzellen bzw. das Rückenmark Hinweise in Form von elektrischen Impulsen an den Muskel. Geraten die Nervenzellen durcheinander und werden entsprechend falsche Signale an den Muskel gesendet, kommt es zu einem Krampf. Zu einem Krampf kann es lediglich bei den Skelettmuskeln (Arme, Beine) oder der glatten Muskulatur kommen. Die Muskelkrämpfe treten jedoch meist in der Skelettmuskulatur auf, insbesondere in den Beinen. Dies kann dann in Form von Krämpfen im Oberschenkel, in den Waden, im Fußgewölbe oder in den Zehen in Erscheinung treten. Eine einheitliche Benennung der Ursachen kann nach derzeitigem Forschungsstand noch nicht getroffen werden. Bekannt ist allerdings, dass folgende Faktoren das Risiko eines Muskelkrampfs erhöhen: 

  • Alkoholkonsum
  • Schwangerschaft
  • körperliche Aktivität
  • kaltes Wasser
  • Überbelastung des Muskels,
  • bestimmte Medikamente
  • hormonelle Erkrankungen 
  • Krampfadern
  • neurologische Erkrankungen
  • Diabetes

Dass ein Mangel an Magnesium einen Krampf der Muskulatur verursacht, ist bislang noch nicht bestätigt. So kann auch bei Patienten mit ausreichender Magnesiumzufuhr ein Muskelkrampf auftreten. 

Behandlung von Muskelkrämpfen

Was kann man gegen Muskelkrämpfe tun? Wie kann man sie behandeln? 

Nur in Ausnahmefällen sind Muskelkrämpfe Anzeichen für eine Erkrankung. Treten sie jedoch vermehrt und regelmäßig auf, sollte ein Arzt aufgesucht und mit diesem die Ursache abgeklärt werden. In Betracht kommt unter anderem eine Behandlung mit Chininsulfat. Da dies jedoch einige Nebenwirkungen mit sich bringt, sollte dies nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Leiden die Patienten nicht unter krankhaften Wadenkrämpfen, reicht es meist schon aus, wenn die Muskeln regelmäßig gedehnt werden. Des Weiteren können auch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung helfen. Insbesondere bei sportlichen Betätigungen kann viel und regelmäßiges Trinken von Wasser Muskelkrämpfen vorbeugen. Eine weitere Möglichkeit, einem Krampf entgegenzuwirken, ist eine Massage mit der Hand. Dies lockert die Muskulatur und kann die Verkrampfung lösen. Auch eine warme Wärmflasche an der betroffenen Stelle kann Abhilfe schaffen. Handelt es sich um einen psychogenen Krampfanfall, kann im Rahmen eines psychotherapeutischen Gesprächs geklärt werden, wie der Patient mit der psychischen Belastung umzugehen hat.