Magenbeschwerden

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Magenbeschwerden

Was sind Magenbeschwerden?

Der Begriff Magenbeschwerden umfasst verschiedene Symptome, die im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten. Dabei handelt es sich um Beschwerden im Bauchbereich, die nicht zwingend durch den Magen selbst ausgelöst werden müssen. Magenbeschwerden können beispielsweise Durchfall, Reizdarm, Verstopfung, Magenschmerzen, Magenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Sodbrennen oder Übelkeit sein. 

Welche Formen von Magenbeschwerden gibt es?

Es gibt verschiedene Formen von Magenbeschwerden, die häufig auch in Kombination miteinander auftreten. Dazu zählen unter anderem:

  • Reizdarm: Unter Reizdarm wird eine funktionelle Störung des Magen-Darm-Traktes verstanden, die sich häufig in Form von Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, Stuhldrang sowie Bauchschmerzen äußert.
  • Verstopfung: Verstopfung beschreibt eine erschwerte Darmentleerung, häufig sogar unter Schmerzen. Der Stuhlgang wird dabei weniger als drei Mal pro Woche abgesetzt, sodass es meist auch zu Bauchschmerzen und Blähungen kommt.
  • Durchfall: Durchfall meint die Abgabe von dünnem, breiigem oder wässrigem Stuhl, die meist zusammen mit Erbrechen, Fieber, Übelkeit und Bauchschmerzen auftritt. Ab drei Darmentleerungen pro Tag spricht man von Durchfall.
  • Magenschmerzen: Magenschmerzen beziehen sich auf den Oberbauch und können in verschiedenen Formen auftreten. Es gibt unter anderem Stechen, Drücken oder Ziehen im Magen oder in der Magengegend. Häufig treten starke Schmerzen intervallartig auf und können teils in Krämpfen enden.
  • Sodbrennen: Sodbrennen wird durch Magensäure ausgelöst, die in die Speiseröhre gelangt und dabei die Schleimhäute reizt. Der Betroffene klagt über brennende Schmerzen und muss oft aufstoßen. Begleitet wird Sodbrennen von Magendruck, Husten oder einem unangenehmen Geschmack im Mund.
  • Übelkeit: Übelkeit ist ein vorgelagertes Symptom, das dem Körper signalisiert, dass er sich möglicherweise übergeben muss. Dabei nimmt die Gesichtsfarbe ab, es bildet sich kalter Schweiß auf der Stirn und der Körper produziert viel Speichel.

Entstehung von Magenbeschwerden

Wie entstehen Magenbeschwerden? Welche Erkrankungen können dazu führen? Welche Ursachen haben Magenbeschwerden?

Magenbeschwerden können verschiedene körperliche Erkrankungen, seelische Probleme sowie äußere Einflüsse als Ursachen haben. Eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magengeschwür können zum Beispiel physische Ursachen für Magenschmerzen sein. Auch eine Magen-Darm-Grippe gilt als häufige Ursache für Magenkrämpfe, Erbrechen und Durchfall. Unverträglichkeiten und Allergien sind Beispiele für Beschwerden wie Blähungen oder Bauchschmerzen. Äußere Einflüsse können beispielsweise stark gewürztes oder scharfes Essen, zu kalte oder zu warme Speisen, verdorbene Lebensmittel aber auch eine ungesunde und sehr fetthaltige Ernährung im Allgemeinen sein.

Auch seelische Belastungen können als Ursachen von Magenbeschwerden ausgemacht werden: Da der Verdauungstrakt mit einem System aus Millionen von Nervenzellen belegt ist, können Signale vom Gehirn direkt an den Magen-Darm-Trakt weitergegeben werden. Somit schlagen Stress und Probleme wortwörtlich auf den Magen. Darüber hinaus klagen auch viele Patienten mit Depressionen über Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Bauchschmerzen als Begleiterscheinungen ihrer Erkrankung. Patienten mit Angsterkrankungen haben häufig ein flaues Gefühl im Magen und leiden unter Übelkeit. Viele Betroffene sind sich dabei der psychischen Ursache ihrer Beschwerden gar nicht bewusst und sehen lediglich organische Ursachen als Auslöser. In Belastungssituationen wie Phasen von akutem Stress können sich die Probleme sogar noch verstärken.

Behandlung von Magenbeschwerden

Was kann man gegen Magenbeschwerden tun? Wie kann man Magenbeschwerden behandeln?

Gegen Magenbeschwerden gibt es verschiedene Hausmittel, die sich aber immer nach der jeweiligen Art der Beschwerden richten. Beispielsweise können ein Tee oder eine Wärmflasche bei Bauchschmerzen helfen. Langfristig und vorbeugend kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung vor Magenbeschwerden schützen. Dazu kann beispielsweise eine Ernährungstherapie unterstützend wirken. Auch das Essverhalten, zum Beispiel überhastetes Essen oder Essen spät am Abend sollten vermieden werden. Bei Verdauungsproblemen wie Blähungen können pflanzliche Mittel oder Kaffee helfen, die Verdauung anzuregen. Gegen Sodbrennen und Aufstoßen gibt es beispielsweise Magnesium- und Aluminiumsalze. 

Da Magenbeschwerden auch psychische Ursachen haben, können Entspannungsverfahren wie Yoga oder Autogenes Training beim Abbau von Stress und zur Entspannung helfen. Bei unklaren Beschwerden, die nicht auf organische Ursachen zurückzuführen sind, empfiehlt sich eine Psychotherapie nach tiefenpsychologischer Behandlung, um eventuell verborgene oder verdrängte seelische Konflikte ausmachen zu können. 

Treten Beschwerden wiederholt auf, dauern über einen längeren Zeitraum an oder kommen weitere Symptome wie Schmerzen, Blutungen, schwarzer Stuhlgang oder blutiges Erbrechen hinzu, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.