Lustlosigkeit

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Antriebs- und Lustlosigkeit

Was sind Antriebs- und Lustlosigkeit?

Das Wort lustlos leitet sich von dem Wort Lust, Verlangen, Wohlgefallen, Genuss, sinnliche Begierde oder sexuelles Verlangen ab. Insbesondere im medizinischen Sinn versteht man unter Lustlosigkeit die sexuelle Unlust. Fühlt sich der Betroffene lustlos, muss dies nicht unbedingt ein Anzeichen für eine schwerwiegende Erkrankung sein. Oftmals tritt sie nur vorübergehend auf und kann nach relativ kurzer Zeit auch wieder verschwinden. Antriebs- oder Lustlosigkeit ist ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung und kann als direkte Folge von beruflichem oder privatem Stress auftreten.

Entstehung von Antriebs- und Lustlosigkeit

Was sind Ursachen für Antriebs- und Lustlosigkeit?

Macht sich das Gefühl von Lustlosigkeit bemerkbar, können die Ursachen vielfältiger Natur sein. Die Gründe reichen von psychischen bis hin zu physischen Faktoren. Beispielsweise kann eine körperliche Erkrankung ein Grund sein, der zu Lustlosigkeit oder Antriebslosigkeit führen kann. Leidet der Betroffene zum Beispiel an Hypotonie, Lungenerkrankungen, Krebserkrankungen, an Demenz, an niedrigem Blutzucker oder an Gelenkerkrankungen, kann dies dazu führen, dass er sich schlapp und lustlos fühlt. 

Auch mangelnde Bewegung kann für Antriebslosigkeit verantwortlich sein. Wird der Körper nicht genügend gefordert, kann es dazu kommen, dass die Muskeln erschlaffen, wodurch die Kraft und Ausdauer schwinden. Ein weiterer Grund für Lustlosigkeit kann auch ein Flüssigkeits-, Elektrolyt-, Jod-, Kalium- oder Vitaminmangel sein. Darüber hinaus kann auch eine Mangel- oder eine Fehlernährung zur Lustlosigkeit beitragen. Auch der stetige Genuss von Alkohol, Drogen oder ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus können dazu führen, dass sich Betroffene lustlos fühlen. Frauen empfinden Lustlosigkeit besonders im Wechseljahr-Zyklus. 

Allerdings können auch psychische Ursachen Lustlosigkeit verursachen: Insbesondere an Depression erkrankte Menschen fühlen sich häufig antriebs- und lustlos. In diesen Fällen ist das Aufsuchen eines Arztes unabdingbar, um der Lethargie des Patienten auf den Grund zu gehen und diese zu durchbrechen. 

Was ist sexuelle Unlust?

Verminderte sexuelle Lust stellt ein größeres Problem in Beziehungen dar, als die meisten Menschen denken. Die Ursachen für sexuelle Probleme sind vielfältig und können auch hier sowohl physische als auch psychische Gründe haben. Körperliche Faktoren, die zu Lustlosigkeit führen können, sind zum Beispiel chronische Erkrankungen. Hierunter fallen chronische Schmerzen, Herzerkrankungen, chronisches Nierenversagen, Leberzirrhose oder auch Diabetes. Empfindet die Frau vermindert sexuelle Appetenz, kann eine Ursache ein Mangel an männlichen Hormonen sein. Zu einem solchen Mangel kann es unter anderem durch die Einnahme der Pille kommen. Auch bei Frauen in den Wechseljahren oder nach einer Entfernung der Eierstöcke kann die sexuelle Aktivität sinken. Weitere Ursachen können die Einnahme von Medikamenten sein. Sexuelle Lustlosigkeit kann jedoch auch den Mann verstärkt betreffen. So empfinden circa 15 % aller Männer trotz Liebe und harmonischer Partnerschaft eine verminderte Lust. Die Gründe hierfür sind unter anderem auf sexuelle Störungen (zum Beispiel vorzeitige Ejakulation, Erektionsstörung) zurückzuführen. Die weiteren Ursachen, die zu sexuellen Problemen führen, decken sich mit den Ursachen, die auch bei der Frau zu Lustlosigkeit führen. Mögliche Ursachen können auch psychosozialer Natur sein. Besonders partnerschaftliche Probleme können die Sexualität zusätzlich belasten. Auch Dauerstress trägt dazu bei, dass Betroffene keine sexuelle Lust entwickeln. 

Behandlung von Antriebs- und Lustlosigkeit

Was sind mögliche Lösungsansätze bei sexueller Unlust?

Ein Tipp lautet, im ersten Schritt miteinander zu reden und die Konflikte zu thematisieren. Sind sich die Partner in einer Beziehung darüber einig, dass es derzeit auch ohne sexuelle Aktivität harmonisch verläuft, ist es in Ordnung, die Situation nicht zu ändern. Ist der Verlust der Libido jedoch für beide belastend, sollte ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Sind die Probleme auf unerfüllte sexuelle Wünsche oder an zu hohe Erwartungen an den Partner zurückzuführen, sollten diese darüber sprechen. Auch eine Sexual-oder Lebensberatung kann hier weiterhelfen.

Was sind mögliche Lösungsansätze bei Antriebslosigkeit?

Bei allgemeiner Antriebslosigkeit sollte für genügend Bewegung gesorgt werden. Eine vitaminreiche und eisenhaltige Ernährung kann helfen, den Blutkreislauf anzuregen. Sollte die Antriebslosigkeit auf eine belastende Lebenssituation zurückzuführen sein, sollte man sich Hilfe suchen und über die belastende Lebenssituation sprechen. Dauert die Antriebslosigkeit länger an und geht mit Symptomen wie Schlafstörungen, innerer Unruhe und Erschöpfung einher, muss ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen zu finden. Nicht selten kann lang anhaltende Antriebslosigkeit zum Beispiel eine Begleiterscheinung einer Depression sein.