Lethargie

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Lethargie

Wie macht sich Lethargie bemerkbar?

Unter einer Lethargie versteht man eine Bewusstseinsstörung, welche krankhafte Züge annehmen und gleichzeitig ein Symptom für das Vorliegen von anderen Krankheiten sein kann. Ist der Betroffene lethargisch, drückt sich dies durch mangelnde Erregbarkeit, eine starke Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit aus. Eine Reaktion auf Reize der Umgebung findet nur langsam oder kaum statt. Das Symptom ist insbesondere durch Desinteresse, Gefühllosigkeit, Gleichgültigkeit und Passivität gekennzeichnet. Die ständige Trägheit geht mit Augenbrennen und einer Konzentrationsschwäche einher. Häufig leiden Betroffene auch an Herzrasen. Die Lethargie wirkt sich somit auf die Aktivität, das Reaktionsverhalten, aber insbesondere auf das Kommunikationsverhalten des Betroffenen aus. Betroffenen gelingt es meist nicht, einen gewöhnlichen Zustand des Wachseins über mehrere Stunden zu erreichen. Die Lethargie ist von der Apathie zu unterscheiden. Letzteres kennzeichnet sich durch gänzliche Nichtansprechbarkeit des Betroffenen. Diesem gelingt es nicht, auf äußere Reize zu reagieren. Er wirkt auf seine Umwelt gefühllos. Eine Apathie ist eine Störung, die das zentrale Nervensystem betrifft, und die ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein kann. Eine mögliche Ursache für eine Apathie ist eine Erkrankung an Demenz, infolgedessen der Betroffene apathisch wirkt. 

Weitere Erkrankungen, die als Begleitsymptom eine Apathie mit sich bringen, sind unter anderem Tollwut, Schilddrüsenunterfunktionen und psychische Erkrankungen wie z. B. Autismus oder Depressionen. Nach psychologischer Betrachtung liegt eine Apathie dann vor, wenn sich der Betroffene in einem Zustand der Abwesenheit von Emotionen befindet, gleichgültig und teilnahmslos wirkt. Die Begleitsymptome der Apathie sind häufig Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und depressive Stimmungslagen. Die Symptome der Apathie sind denen der Lethargie sehr ähnlich. Der Übergang der Lethargie zur Apathie kann fließend verlaufen. Hält sich das apathische Verhalten über mehrere Wochen hinweg aufrecht, muss ein Arzt konsultiert werden. 

Entstehung von Lethargie 

Was sind mögliche Ursachen für Lethargie? 

Die Ursachen, die eine Lethargie mit sich bringen, sind vielfältig und insbesondere auf Krankheiten zurückzuführen. Leidet der Betroffene an gesteigertem Hirndruck oder einem Hirnbasistumor, kann dies verantwortlich für das Empfinden von Trägheit sein. Auch Krankheiten wie Herzinsuffizienz, Insomnia oder Krebs können für eine Lethargie verantwortlich sein. Des Weiteren können auch psychische Störungen zu einer Lethargie führen. Sie ist das häufigste Symptom einer Depression. Als lethargisch werden auch Menschen bezeichnet, die sehr müde sind oder eine sehr geringe Reizschwelle aufweisen. Obwohl hier eine schnelle Reizbarkeit vorliegt, geht man dennoch von einer Lethargie aus.  

Behandlung von Lethargie

Was sind übliche Therapieverfahren bei Lethargie? 

Da die Lethargie lediglich ein Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung darstellt, erfolgt eine Behandlung ursächlich. Ist diese bekannt, kann die Behandlungsmethode medikamentös und chirurgisch ausfallen. Ist die Lethargie auf einen Hirntumor oder ein Hirnödem zurückzuführen, muss ein komplizierter Eingriff um und am Gehirn erfolgen. Ist der Betroffene aufgrund einer Herzschwäche lethargisch, muss dies meist durch Medikamente und einer geänderten Lebensweise behandelt werden. Sofern die Ursachen der Lethargie auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind, kommen verschiedene Psychopharmaka zum Einsatz. Ist der Schlaf des Patienten Grund für die Lethargie, wird mithilfe von Methoden aus der Schlafhygiene versucht, einen erholsameren Schlaf zu erreichen.