Kopfschmerzen

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Kopfschmerzen

Was sind Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen treten als dumpfe, klopfende oder stechende Schmerzen auf. Sie können sowohl schlagartig in Anfällen als auch gelegentlich auftreten oder sogar zu chronischen Schmerzen werden. Sie lassen sich in drei Hauptarten einteilen: Migräne, Cluster-Kopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen. Kopfschmerzen können je nach Art zum Beispiel hinter der Stirn, im Bereich der Augen, an der Schläfe oder im gesamten Kopf auftreten. Die Beschwerden können sowohl nur kurzfristig als auch über mehrere Tage andauern.

Welche Formen von Kopfschmerzen gibt es?

Es gibt über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Diese lassen sich in primäre und sekundäre Kopfschmerzen unterteilen. Primäre Kopfschmerzen sind Kopfschmerzen, bei denen der Schmerz im Zentrum steht und die Schmerzen nicht im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen. Sekundäre Kopfschmerzen beschreiben Kopfschmerzen als Folge einer Erkrankung wie beispielsweise nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder einer Infektion.

Wie äußern sich die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen? 

Die häufigste Art der primären Kopfschmerzen ist der Spannungskopfschmerz, welcher strahlend vom Hinterkopf in Stirn und Schulter zieht und beide Seiten des Kopfes gleichzeitig befällt. Dabei verspüren Betroffene den leichten bis mittelstarken Schmerz als Druck. Migräne hingegen wird begleitet von Licht-, Lärm- sowie Geruchsempfindlichkeit und äußert sich eher als pochender, stechender oder pulsierender Schmerz. Im Gegensatz zu Spannungskopfschmerzen treten die Schmerzen bei einem Migräneanfall meist nur auf einer Seite des Kopfes auf. Dazu ähnlich ist auch der Clusterkopfschmerz mit auftretenden Kopfschmerzen an einer bestimmten Stelle des Kopfes. Die sehr heftigen Schmerzattacken finden dabei meist im Bereich von Stirn, Auge und Schläfe statt und werden unter anderem von Augentränen, Schwitzen, Pupillenveränderung und Bewegungsdrang begleitet. Clusterkopfschmerzen treten meist in Perioden auf, bei denen die Betroffenen teils bis zu Monaten oder Jahren keine Attacken mehr bekommen.

Entstehung von Kopfschmerzen

Wie entstehen Kopfschmerzen? Welche Erkrankungen können dazu führen? Welche Ursachen haben Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen haben zahlreiche Ursachen, die sowohl auf körperliche als auch seelische Auslöser zurückgehen können. Das Gehirn selbst ist dabei aber nie der Auslöser, weil es über keine Schmerzrezeptoren verfügt. Sekundäre Kopfschmerzen entstehen, weil sie im Rahmen von anderen Erkrankungen auftreten. So können Kopfschmerzen als Folge von Kopf- und Halswirbelsäulenverletzungen, einem Schlaganfall, Medikamenten, Virusinfektionen oder auch einer Nasennebenhöhlenentzündung entstehen. Auch eine einfache Erkältung kann bereits für Kopfschmerzen sorgen. Des Weiteren sollten Sehstörungen in Betracht gezogen werden, da sich die Augen beim Lesen sehr anstrengen müssen.

Seelische Erkrankungen und ihre Begleitsymptome sind dagegen eher die Ursache für primäre Kopfschmerzen, da diese ein eigenständiges Krankheitsbild darstellen. So können Kopfschmerzen beispielsweise durch Verspannungen entstehen, welche unter anderem ein Symptom von Angststörungen, Traumafolgeerkrankungen oder einer Depression sein können. Generell fördern auch Stress und akute Belastungssituationen die Entstehung von Kopfschmerzen.

Behandlung von Kopfschmerzen

Was kann man gegen Kopfschmerzen tun? Wie kann man Kopfschmerzen behandeln?

Bei häufigen oder sehr starken Kopfschmerzen sollte man am besten einen Neurologen aufsuchen, der die Ursache der Schmerzen abklärt und eine entsprechende Behandlung vorschlägt. Bei Vernichtungskopfschmerzen, welche plötzlich sehr stark einsetzen, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Auch wenn Kopfschmerzen in Zusammenhang mit Schwindel, Fieber oder Störungen des Bewusstseins auftreten, sollte der Notarzt gerufen werden.

Da Kopfschmerzen häufig durch Stress und damit einhergehende Verspannungen ausgelöst werden, helfen Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung oder Akupunktur. Auch Wärme im Nacken kann wohltuend wirken und Verspannungen lockern. Darüber hinaus kann ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung an der frischen Luft präventiv wirken.

Bei Kopfschmerzen, die einer psychischen Erkrankung zugrunde liegen, empfiehlt sich eine psychotherapeutische Behandlung. Die Psychoanalyse oder auch die Psychoedukation als Vermittlung von Wissen über psychische Erkrankungen können dabei helfen, unbewusste oder verdrängte Konflikte als Auslöser von Kopfschmerzen zu identifizieren.

Bei sehr starken Kopfschmerzen empfiehlt sich als begleitende Maßnahme eine medikamentöse Therapie. Menschen mit entsprechenden Präferenzen können auch auf die Naturheilkunde oder Homöopathie zurückgreifen. Dazu können bereits einfache Hausmittel wie ätherische Öle entspannend sein und bei der Behandlung gegen die Schmerzen helfen.