Hoffnungslosigkeit

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Hoffnungslosigkeit 

Was ist Hoffnungslosigkeit? 

Hoffnungslosigkeit zählt zu den wichtigsten behandelbaren Symptomen von Depressionen, kann aber auch andere medizinische, soziale oder gesellschaftliche Ursachen haben und ist für sich allein schon ein erheblicher Stressfaktor. Der Patient sieht sich nicht in der Lage, seine Zukunft betreffende Wahlmöglichkeiten zu erkennen und mögliche Ressourcen für die persönliche Gestaltung und Planung seiner Zukunft zu nutzen. 

Im Zuge der Hoffnungslosigkeit sieht man sich nicht im Stande, kontrollieren zu können, ob etwas im Laufe der Zeit gut oder schlecht ausgeht und erwartet in der Regel, dass es schlecht ausgehen wird. 

Was kann die Folge von Hoffnungslosigkeit sein? 

Die häufig mit der Hoffnungslosigkeit im Zusammenhang stehende Depression ist eine nicht zu unterschätzende Krankheit, von der zurzeit etwa fünf Prozent der Deutschen betroffen ist. Nicht selten führt sie zur Selbsttötung, weshalb man sich bei auftretenden Symptomen schnell ärztliche Hilfe suchen sollte. 

Depressive Stimmung und Hoffnungslosigkeit können das Risiko für koronare Herzkrankheiten erhöhen und ihren Verlauf verschlimmern. 

Wie macht sich Hoffnungslosigkeit bemerkbar? 

Der Patient verliert jegliche Hoffnung, seine Ziele erreichen zu können, da diese als unrealistisch angesehen werden. Er leidet unter Schuldgefühlen, geringem Selbstvertrauen und er denkt, dass keine Hilfe zu erwarten ist. Das Denken und Verhalten ist von Traurigkeit sowie innerer Unruhe und innerer Leere geprägt. Betroffene wirken willenlos und passiv, haben oft das Gefühl, alles aufgeben zu müssen, und leiden häufig an Appetitlosigkeit. Von außen werden sie meist als wortkarg und initiativlos wahrgenommen. Oft treten Schlafstörungen in Form von erhöhtem oder vermindertem Schlafbedürfnis auf, der Mensch nimmt in nur geringem Umfang am sozialen Leben teil und zieht sich zurück. 

Ursachen von Hoffnungslosigkeit 

Welche Erkrankungen können zu Hoffnungslosigkeit führen? 

Hoffnungslosigkeit tritt bei einer Reihe von Krankheiten auf. Es kann als Symptom von Depression, bei suizidgefährdeten Menschen, bei Suchtkranken und bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen auftreten. Außerdem wird Hoffnungslosigkeit (genauso wie Hilflosigkeit) als allgemeines Begleitsymptom von psychischen Krankheiten aufgefasst. 

Ursachen von Hoffnungslosigkeit können eine schwere Krankheit, das Erhalten einer Krankheitsdiagnose oder die Verschlechterung des körperlichen Zustandes sein. Auch mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, länger andauernder Stress, anhaltende Angst oder der Verlust des Glaubens an die eigenen Werte oder an Gott kann sich gleichermaßen negativ auswirken wie der Verlust der Unterstützung durch das soziale Umfeld. Angst und Unsicherheit sowie physischer oder psychischer Schmerz können ebenso zu Hoffnungslosigkeit führen, wenn eine Besserung ausweglos erscheint. 

Behandlung von Hoffnungslosigkeit 

Was kann man gegen die Hoffnungslosigkeit tun? Wie kann man sie behandeln? 

Wichtig ist, die Krankheit zu erkennen. Ein Verdrängen oder Kleinreden des Problems, ein Warten auf Besserung oder Ähnliches sind meist nicht die Lösung. 

Ist der Grund für den Verlust der Hoffnung eine Depression oder eine andere psychische Krankheit, muss ärztliche Hilfe gesucht werden. In der Behandlung sollte eine Psychotherapie in Betracht gezogen werden. 

Meist werden bei der Therapie Antidepressiva eingesetzt, unterstützt durch eine Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologische Behandlung. In der Verhaltenstherapie soll der depressive Mensch neue Verhaltensweisen erlernen und damit eine positive Lebenseinstellung entwickeln. Beim tiefenpsychologischen Ansatz ist das Ziel, unbewusste innere Konflikte zu entdecken, die der Grund für die Depression sind.