Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Was sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Der Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankung umfasst zahlreiche Krankheiten, die sich auf das Herz und die Blutgefäße beziehen. Sie zählen in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten Todesursachen, noch vor Krebserkrankungen. Meist handelt es sich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen um chronische Krankheiten oder um Krankheiten, die schwere Folgen für den Menschen haben können, beispielsweise ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. 

Welche Krankheiten fallen unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Es gibt verschiedene Krankheiten, die unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefasst werden können. Dazu gehören unter anderem: 

  • Durchblutungsstörungen
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt
  • Koronare Herzerkrankung
  • Niedriger Blutdruck (Hypertonie)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzklappenfehler
  • Herzschwäche
  • Plötzlicher Herztod
  • Schlaganfall
  • ... 

Welche Symptome haben Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Die meisten Erkrankungen äußern sich ohne Symptome und bleiben häufig lange Zeit unentdeckt. Beispielsweise gibt es Formen von Durchblutungsstörungen, bei denen eine Engstelle keine Beschwerden auslöst und die meist nur durch Zufall entdeckt wird. Auch bei Bluthochdruck sind die Symptome oft kaum wahrnehmbar, dabei schädigt ein zu hoher Blutdruck die Gefäße schleichend. Wie genau sich einzelne Erkrankungen äußern, hängt von der Krankheit selbst ab. Beschwerden bei Bluthochdruck können beispielsweise Herzrasen, Schwindel, Tinnitus aber auch Kopfschmerzen oder Schlafstörungen sein. 

Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie entstehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen hauptsächlich durch einen ungesunden Lebensstil. Beispielsweise kann fetthaltiges Essen auf Dauer die Gefäße verstopfen, die Zirkulation des Bluts hindern und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen. Nur wenigen Erkrankungen liegt die Genetik als Ursache zugrunde. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die für ein erhöhtes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Krankheit sorgen können: Zu wenig Bewegung, Rauchen, Übergewicht und Alkohol sind nur einige Faktoren, die genannt werden können. 
Auch psychische Belastungen können die Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Beispielsweise kann Stress zu Bluthochdruck führen oder auch Verkrampfungen hervorrufen, die bei Durchblutungsstörungen auftreten. Zu niedriger Blutdruck zum Beispiel kann bei Menschen mit Depressionen auftreten, die sich schwach und antriebslos fühlen.  

Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandelt werden? 

Da Herz-Kreislauf-Probleme in den wenigsten Fällen genetisch bedingt sind, kann die Vermeidung oder Verringerung von Risikofaktoren präventiv wirken. So können zum Beispiel Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Yoga dabei helfen, Stress zu minimieren. Auch ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung verringern das Risiko, an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken.
Was genau aber gegen eine einzelne Krankheit gemacht werden kann, hängt von der Erkrankung an sich ab. Manche Erkrankungen wie ein Herzklappenfehler können beispielsweise nur durch operative Verfahren behandelt werden. Bei anderen Krankheiten wie Bluthochdruck kann eine Regulation mit Medikamenten, zum Beispiel Betablockern, helfen. Auch pflanzliche Mittel können unter anderem bei der Förderung der Durchblutung oder zu Milderung von Stresssymptomen helfen. Da sich auch psychische Probleme auf das Herz niederschlagen, kann auch eine Psychotherapie dabei unterstützen, bestimmte Erkrankungen zu behandeln.