Erschöpfung

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt  oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Beschreibung von Erschöpfung

Was versteht man unter Erschöpfung? 

Unter einer Erschöpfung versteht man einen über den Zustand der Ermüdung hinausgehendes Gefühl der Verminderung, der Belastbarkeit und der Körperkraft. Dieser Zustand wird begleitet von dem Gefühl des ausgelaugt seins, der inneren Leere, der Zermürbung und einer gesteigerten Reizbarkeit.

Wie macht sich eine Erschöpfung bemerkbar? 

Eine Erschöpfung macht sich nicht nur durch körperliche Symptome bemerkbar, sondern auch durch eine leidende Psyche. Als psychosomatische Folge treten weitere körperliche Symptome auf, wodurch dies zu einem gefährlichen Teufelskreis führen kann. Sofern das innere Gleichgewicht nicht mehr intakt ist, besteht die Gefahr, dass sich die Symptome zu einem chronischen Krankheitsbild der Erschöpfung abzeichnen. Eine Erschöpfung selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Die körperlichen Symptome sind dabei breit gefächert: Sie können sich durch Verspannungen im Nacken und im Rückenbereich, durch Kopfschmerzen, Zähneknirschen, Zucken des Augenlids, Müdigkeit oder Verdauungsbeschwerden bemerkbar machen. Eine weitere mögliche Ursache kann eine Erkrankung, zum Beispiel eine Infektion oder eine chronische Darmerkrankung sein. Leidet der Betroffene an einer psychischen Erkrankung wie einem Burnout, einer Depression oder einer Angststörung kann dies ebenfalls zu Erschöpfung führen.  

Gibt es verschiedene Arten von Erschöpfung? 

Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
Eine Erkrankung, welches das Symptom der Erschöpfung mit sich bringt, ist das chronische Erschöpfungssyndrom. Hierbei zeichnen sich die Hauptsymptome durch eine lähmende, geistige und körperliche Erschöpfung und Müdigkeit ab. Diese Beschwerden treten länger als sechs Monate auf und lassen nicht auf bekannte körperliche oder seelische Ursachen schließen. Das chronische Erschöpfungssyndrom ist ein komplexes Krankheitsbild, welches neu auftritt und sich nicht durch ausreichend Schlaf beseitigen lässt. Weitere Begleitsymptome des chronischen Erschöpfungssyndroms sind Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten am Hals oder unter den Achseln, Gelenk-und Muskelschmerzen sowie eine unverhältnismäßig starke Erschöpfung nach einer getätigten Anstrengung, bei der die Erschöpfung länger als 24 Stunden anhält. 
Die Ursachen eines chronischen Erschöpfungssyndrom sind noch nicht abschließend geklärt. Allerdings gehen verschiedene Persönlichkeits -und Lebensstilfaktoren dem chronischen Erschöpfungssyndrom voraus. Insbesondere gewissenhaft und perfektionistisch veranlagte Menschen sind anfällig, daran zu erkranken. Körperlich auslösende Faktoren eines chronischen Erschöpfungssyndrom sind akuter oder psychischer Stress. Auch eine Erkrankung an einem Virusinfekt wie dem Pfeifferschen- Drüsenfieber oder einer Lyme-Borreliose kann dem Chronischen Erschöpfungssyndrom vorausgehen.

Fatigue-Syndrom
Das Fatigue-Syndrom zeichnet sich durch ein anhaltendes Gefühl der Antriebslosigkeit, der Erschöpfung und der Müdigkeit aus. Betroffene fühlen sich unüberwindlich anhaltend sowohl geistig als auch körperlich erschöpft. Entscheidend für das Fatigue-Syndrom ist, dass selbst viel Schlaf die Erschöpfung nicht lindert. Die Fatigue ist nicht zu verwechseln mit der benannten CFS. Denn sowohl die Ursachen als auch die körperlichen Anzeichen unterscheiden sich deutlich. Die Fatigue kann als Begleiterscheinung einer chronischen Erkrankung wie Krebs, Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson auftreten. Sie kann jedoch auch Folge einer Schlafstörung sein. Die Fatigue kann aber auch als eine eigenständige Erkrankung auftreten.

Entstehung von Erschöpfung

Was sind die Ursachen für eine Erschöpfung?

Ein Erschöpfungszustand kann auf diverse Gründe zurückzuführen sein. Infektionskrankheiten durch Bakterien, Pilze und Viren, die sich durch eine beginnende Erkältung oder Grippe andeuten, führen meist dazu, dass sich Betroffene erschöpft fühlen. Auch Herz-und Kreislauferkrankungen, eine Blutarmut, hormonelles Ungleichgewicht, eine Schwangerschaft oder ein chronisches Erschöpfungssyndrom können zu einem Erschöpfungszustand beitragen. Eine weitere mögliche Ursache kann eine Erkrankung wie eine Infektion oder eine chronische Darmerkrankung sein. Leidet der Betroffene an einer psychischen Erkrankung wie einem Burnout, einer Depression oder an Angststörungen, kann dies ebenfalls zu Erschöpfung führen.  

Was sind die Folgen von anhaltender Erschöpfung?

Eine typische Erschöpfungsreaktion ist ein Burn-out. Das psychische Burnout-Syndrom wird begleitet von Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schlafstörungen und Verdauungsproblemen.

Behandlung von Erschöpfung

Wie wird Erschöpfung diagnostiziert?

Der behandelnde Arzt muss zunächst die verschiedenen in Betracht kommenden Ursachen, die für den Erschöpfungszustand und die chronische Müdigkeit verantwortlich sein könnten, ausschließen. Hierzu zählen die bereits genannten Erkrankungen, wie Tumorerkrankungen oder Multiple Sklerose. Nachdem auch bestimmte Medikamente, welche die Müdigkeit auslösen könnten, ausgeschlossen sind, wird versucht, eine geeignete Maßnahme, welche auf den Patienten abgestimmt ist, zu treffen.

Wie lässt sich eine anhaltende Erschöpfung am besten behandeln? 

Derzeit gibt es keine speziellen Therapien. Ärzte sollten deshalb in der Behandlung ein schrittweises Vorgehen empfehlen, welches sich am Leistungsvermögen des Patienten orientiert. Primäres Ziel hierbei ist es, die Symptome zu lindern. So können Medikamente erfolgreich gegen Schmerzen eingesetzt werden und in einer Verhaltenstherapie neue Verhaltensweisen erlernt werden, wie am besten mit dem Erschöpfungssyndrom umzugehen ist. CFS-Patienten können auch selber Maßnahmen ergreifen, welche dabei helfen können, mit der anhaltenden Müdigkeit umzugehen. Betroffene sollten einen geregelten Tagesablauf einhalten und eine vollwertige und ausgewogene Ernährungsumstellung anstreben. Auch Bewegung, individuell auf den Patienten angepasst, kann hilfreich sein.