Von der Zwangsstörung genesen und frei sein

Hilfe bei Zwangsstörungen

Dreht sich in Ihrem Kopf alles um Zwangsgedanken, die Sie nicht abschütteln können? Drängen diese Gedanken Sie zum zwanghaften Ausführen bestimmter Handlungen? Können Sie vielleicht sogar erkennen, dass diese irrational sind, sind aber nicht in der Lage, die Kontrolle darüber zu gewinnen? Diesen belastenden Gefühlen kann mit professioneller Hilfe gezielt Einhalt geboten werden.

Therapie von Zwangsstörungen

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

Kommen Sie nicht umhin, mehrfach zu kontrollieren, ob Sie das Auto verschlossen haben oder erleiden Sie starke innere Unruhe, wenn nicht alles klinisch rein ist? Grund dafür könnte eine Zwangsstörung sein. Jeder Mensch hat Routinen für bestimmte Situationen. Diese werden zur Zwangshandlung oder -störung, wenn massiver Druck und unangenehme Gedanken auftreten. 

Was können Sie tun?

Wenn ein verstärkter Zwang Ihren Alltag bestimmt und Sie sozial ausgrenzt, ist eine psychotherapeutische Behandlung notwendig. Die Behandlung in einer spezialisierten Privatklinik hilft, sich von Ihren Zwängen zu befreien und sich auch in zwangsauslösenden Situationen unter Kontrolle zu haben. Sie können lernen, Ihr Leben wieder zu genießen.

Ute Wölwer-Schwarz

Standort

Schloss Gracht

Ute Wölwer-Schwarz

Patientenmanagement

Wir sind für Sie da

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Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg aus der Zwangsstörung

Häufig steigen bei Zwangsgedanken die Angst und der Leidensdruck der betroffenen Patienten an. Auch die Angehörigen und Freunde der Erkrankten haben mit den Auswirkungen zu kämpfen. Bei einer Zwangserkrankung sollte in jedem Fall ein Facharzt konsultiert werden, um das Leiden zu lindern. In unsereren privaten Akutkliniken wird das zwanghafte Verhalten in der Regel im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie mit Exposition und Reaktionsverhinderung behandelt. Ergänzend zur Verhaltenstherapie können auch Medikamente wie Psychopharmaka oder Antidepressiva verordnet werden. Wenn möglich, wird aber auf Medikamente verzichtet. Darüber hinaus sind Zwangserkrankungen auch mit weiteren Therapien wie der psychodynamischen Psychotherapie zugänglich.

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Definition und Symptome

Zwangsstörungen zählen zu den psychischen Erkrankungen. Sie äußern sich durch sich immer wieder aufdrängende und als unangenehm empfundene Gedanken oder Handlungen. Betroffene können diese nicht mehr abstellen und nehmen sie selbst als unsinnig wahr. Sie schränken den Alltag signifikant ein und sind meist mit Angststörungen, unangenehmen Gefühlen und Depression verbunden.

Wie äußert sich eine Zwangsstörung und welche Arten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten einer Zwangserkrankung. Grundsätzlich kann zwischen drei Gruppen der Krankheit unterschieden werden: Zwangsgedanken, Zwangshandlungen sowie die Kombination aus beidem. 

  1. Reinigungszwang – Rückzug aus dem sozialen Umfeld

    Bei Reinigungszwängen haben Betroffene panische Angst vor Schmutz, Bakterien, Viren sowie Körperflüssigkeiten. Folgen sind panische Gedanken, ausartende Waschrituale und sozialer Rückzug.
     

  2. Kontrollzwang – Die Angst vor Katastrophen

    Bei Kontrollzwängen haben Patienten große Angst davor, durch Unachtsamkeit eine Katastrophe auszulösen. Folgen sind zeitaufwendige Kontrollen im privaten und beruflichen Umfeld, die zu Unpünktlichkeit und stark belastenden Gedanken führen.
     

  3. Wiederhol- und Zählzwänge – Eine Last bei alltäglichen Handlungen

    Wiederholzwänge äußern sich dadurch, dass Betroffene ganz alltägliche Handlungen immer eine bestimmte Anzahl lang wiederholen müssen. Wenn die Zwangshandlung nicht ausgeführt werden kann, fühlt sich der Betroffene unwohl und angespannt, da er Angst hat, ihm oder einem anderen Menschen könnte etwas zustoßen. Durch Zählzwänge entsteht der Druck, bestimmte Dinge wie Autos, Tiere oder Badezimmerfliesen zu zählen.

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Ursachen der Zwangsstörung

Der Entstehung von Zwangsgedanken können unterschiedliche physische und psychische Motive zugrunde liegen, anhand derer eine Zwangserkrankung medizinisch diagnositiziert werden kann.

Veränderungen der Hirnaktivität als Auslöser oder Begleiterscheinung

Bei einigen Betroffenen wurden Veränderungen der Aktivierung in der Region des Gehirns gefunden, die unter anderem für die Willkürmotorik zuständig ist (die sogenannten Basalganglien). Möglich ist auch, dass Probleme in der Kommunikation zwischen den Basalganglien und dem Frontalhirn auftreten, was die Steuerung des Verhaltens beeinflussen kann. Zusätzlich gibt es Hinweise dafür, dass bei Patienten der Botenstoff Serotonin zu wenig vorliegt. Es ist nicht belegt, ob die Veränderungen in der Hirnaktivität Ursachen oder Begleiterscheinungen der Zwangsstörung sind. Jedoch gibt es Belege dafür, dass sich die Hirnaktivitäten bei erfolgreicher Behandlung normalisieren.

Einfluss der Genetik auf die Erkrankung

Die Genetik kann bei einem Teil der Menschen auch eine Rolle für die Diagnose „Zwangsstörung“ spielen. So wurde bereits mehrfach eine familiäre Häufung bei Verwandten ersten Grades beobachtet. Der Anteil genetischer Faktoren an der Entstehung von Zwängen kann noch nicht genau eingeschätzt werden, naheliegend ist aber eine Wechselwirkung aus Gen- und Umwelteffekten. Werte und Normen werden zudem in Bezug auf Zwangsthemen durch Rollenvorbilder geprägt.

Die Rolle von Erziehung und Erfahrungen

Psychologische Ursachen können die Erziehung oder negative und traumatisierende Erfahrungen in der Kindheit oder im späteren Verlauf des Lebens sein. Eine psychische Störung kann entstehen, wenn mit ersten Zwängen ungünstig umgegangen wird oder ein Vermeidungsverhalten auftritt, durch das betroffene Personen nicht erfahren, dass nichts Schlimmes passieren wird. Dies kann zu einer starken Ausbreitung des Zwangs führen. 
 

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Patientenmanagerin Schloss Gracht
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