Behandlung von Zwangsstörungen

Von der Zwangsstörung genesen und frei sein

In Ihrem Kopf dreht sich alles um Zwangsgedanken, die sich Ihnen aufdrängen und die Sie dazu bringen, bestimmten Handlungen nachzugehen? Diesen unangenehmen Gefühlen kann mit professioneller Hilfe Einhalt geboten werden. Eine Behandlung von solchen Zwangsstörungen verdrängt die unangenehmen Gedanken.

Zwangsstörung Therapie

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

 

Definition – was ist eine Zwangsstörung?

Zwanghafte, sich aufdrängende Handlungen oder Gedanken

Zwangsstörungen sind sich immer wieder aufdrängende und dabei als unangenehm empfundene Gedanken oder Handlungen. Betroffene können diese Gedanken oder stereotypen Handlungen nicht mehr abstellen und nehmen diese selbst als unsinnig wahr.

 

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg aus der Zwangsstörung

Betroffene leiden in der Regel unter Zwangsgedanken, die sie dazu zwingen, bestimmte Handlungen immer und immer wieder zu wiederholen. Häufig steigt dabei der Leidensdruck an. Auch die Angehörigen und Freunde der Erkrankten haben mit den Auswirkungen zu kämpfen. Bei Anzeichen einer Zwangserkrankung sollte in jedem Fall ein Facharzt konsultiert werden, um das Leiden des Patienten zu lindern.

Wie kann eine Zwangsstörung behandelt werden? Unsere Therapieverfahren

Psychodynamische Psychotherapie

Die Methode der Psychodynamischen Psychotherapie setzt sich sowohl aus tiefenpsychologisch als auch aus psychoanalytisch geprägten Verfahren zusammen. Ziel ist die Lösung im Unbewussten verborgener Probleme. Diese Konfliktlösung wird mit dem Generieren neuer Erfahrungen bewirkt.

Psychodynam. Psychotherapie

Kognitive Verhaltenstherapie

Das Verfahren der Kognitiven Verhaltenstherapie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten eines Menschen. Es weist Ähnlichkeiten zu dem Verfahren der Psychotherapie auf und wurde bereits in unterschiedlichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht. Diese Methode ist nicht nur bei Angst, sondern auch bei zwanghaften Störungen eine hilfreiche Behandlungsart.

Kognitive Verhaltenstherapie

Pharmakotherapie

Die Pharmakotherapie eignet sich häufig als Ergänzung zu einer Psychotherapie. Dabei werden begleitend Medikamente verabreicht, welche die Therapie unterstützen. Eine reine Pharmakotherapie mittels Medikamenten ohne eine zusätzliche psychotherapeutische Behandlung ist hingegen eher unüblich.

Pharmakotherapie
Nicole Steffens

Standort

Schloss Gracht

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Wir helfen Ihnen aus den Zwängen.

Symptome und Formen – wie äußert sich eine Zwangsstörung und welche Arten gibt es?

Unterteilung in drei Gruppen

Es gibt viele verschiedene Arten einer Zwangserkrankung. Grundsätzlich kann zwischen drei Gruppen unterschieden werden: Zwangsgedanken, Zwangshandlungen sowie die Kombination aus beiden.

  1. Reinigungszwang – Rückzug aus dem sozialen Umfeld

    Bei Reinigungszwängen haben Betroffene panische Angst vor Schmutz, Bakterien, Viren sowie Körperflüssigkeiten. Selbst wenn der Zwangskranke keinen direkten Kontakt zu verunreinigten Gegenständen oder anderen erkrankten Menschen hat, drängen sich ihm panische Gedanken auf, die zu ausgiebigen Waschritualen führen. Um diese aufwendigen Verfahren zu vermeiden, geht der Betroffene einer als bedrohlich empfundenen Situation aus dem Weg und zieht sich somit immer mehr aus dem sozialen Leben zurück.
     

  2. Kontrollzwang – Die Angst vor Katastrophen

    Bei Kontrollzwängen haben Patienten große Angst davor, durch Unachtsamkeit eine Katastrophe auszulösen, beispielsweise einen Brand durch einen angelassenen Herd. Das Verlassen der eigenen vier Wände wird durch zeitaufwändige Kontrollen unangenehm sowie problematisch und oft ist es dem Zwangskranken nicht möglich, pünktlich zu Verabredungen oder bei der Arbeit zu erscheinen. Auch dort kann es aus Angst vor Fehlern zu zwangsauslösenden Situationen kommen, beispielsweise zur zwanghaften Kontrolle seiner Arbeit, selbst wenn es sich um Routineaufgaben handelt.
     

  3. Wiederhol- und Zählzwänge – Eine Last bei alltäglichen Handlungen

    Wiederholzwänge äußern sich bei betroffenen Personen dadurch, dass sie alltägliche Handlungen immer eine bestimmte Anzahl lang wiederholen müssen. Wenn die Zwangshandlung nicht ausgeführt werden kann, fühlen sich Betroffene unwohl und angespannt, da sie befürchten, ihnen oder einer ihnen nahestehenden Person könne etwas zustoßen. Durch Zählzwänge entsteht der Druck, bestimmte Dinge wie Autos, Tiere oder Badezimmerfliesen zu zählen. Eine Erklärung dafür haben Patienten nicht – aber auch hier entstehen unangenehme Gedanken, wenn der Zwang nicht erfüllt werden kann.

Leiden Sie unter Zwängen? Machen Sie den Selbsttest.

Unsere Vision

Gesunde und glückliche Menschen

Wir helfen Menschen, die seelisch leiden, wieder zu sich zu finden – damit sie in Zuversicht und Freude leben können.

Impressionen von Schloss Gracht

Auf dem idyllischen Wasserschloss können Sie sich eine Auszeit in einer sicheren Umgebung nehmen. Hier haben Sie die Möglichkeit, Körper und Seele zu regenerieren und wieder zu sich selbst zu finden.

Der idyllische Innenhof ist nicht nur ein abgetrennter Rückzugsort ohne Blicke von außen, sondern gleichzeitig auch ein Platz für den Austausch und das Miteinander abseits der Therapiesitzungen.

Große Fensterfronten bringen helles Tageslicht in die Behandlungsräume.

Schloss Gracht bietet dem Patienten die Möglichkeit, sich zu entspannen und zu sich selbst finden.

Die natürlichen Farbtöne lehnen sich an das historische Gebäude an und schaffen eine gemütliche Atmosphäre zum Wohlfühlen.

Schloss Gracht kombiniert ein historisches Ambiente mit modernster Ausstattung.

Im grünen Schlosspark können Patienten die Natur genießen und die eigene Seele “baumeln lassen”.

Das idyllisch gelegene sowie von Wasser und Grünflächen umgebene Schloss Gracht bietet mit seinem abgeschirmten Innenhof ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Nicole Steffens

Standort

Schloss Gracht

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Unsere Experten sind auch in unsicheren Zeiten für Sie da und helfen Ihnen, mit der zwanghaften Störung umzugehen.

Ursachen – wie entsteht eine Zwangsstörung?

Veränderungen der Hirnaktivität als Auslöser oder Begleiterscheinung

Bei einigen Patienten wurden Veränderungen bei der Aktivierung in der Region des Gehirns gefunden, die unter anderem für die Willkürmotorik zuständig ist (die sogenannten Basalganglien). Möglich ist auch, dass bei einer Zwangsstörung Probleme in der Kommunikation zwischen den Basalganglien und dem Frontalhirn auftreten, was die Steuerung des Verhaltens beeinflussen kann. Zusätzlich gibt es Hinweise dafür, dass es Patienten am Botenstoff Serotonin mangelt. Es ist nicht belegt, ob die Veränderungen in der Hirnaktivität Ursachen oder Begleiterscheinungen der Zwangsstörung sind. Jedoch gibt es Belege dafür, dass sich die Hirnaktivitäten bei erfolgreicher Behandlung normalisieren.

Einfluss der Genetik auf die Erkrankung

Die Genetik kann bei einem Teil der Betroffenen auch eine Rolle spielen, mehrfach wurde eine familiäre Häufung der Verwandten ersten Grades beobachtet. Der Anteil genetischer Faktoren an der Entstehung von Zwängen kann noch nicht genau eingeschätzt werden, naheliegend ist allerdings eine Wechselwirkung aus Gen- und Umwelteffekten. So werden Werte und Normen durch Rollenvorbilder geprägt, auch in Bezug auf Zwangsthemen, wie zum Beispiel den Hygienestandard.

Die Rolle von Erziehung und Erfahrungen

Psychologische Ursachen können die Erziehung oder negative und traumatisierende Erfahrungen in der Kindheit bzw. im späteren Verlauf des Lebens sein. Eine Störung kann entstehen, wenn ein Kind bereits zu starker Reinlichkeit erzogen wird oder wenn es zu wenig Freiraum erfährt. Wenn mit ersten Zwängen ungünstig umgegangen wird oder ein Vermeidungsverhalten auftritt, durch welches betroffene Personen nicht lernen, dass ihnen keinerlei negative Konsequenzen widerfahren werden, kann auch das zu einer starken Ausbreitung des Zwangs führen.

 

Therapie – so kann eine Zwangsstörung behandelt werden

Konfrontation mit Zwängen im Rahmen einer Verhaltenstherapie

In der Regel wird das zwanghafte Verhalten im Rahmen einer Kognitiven Verhaltenstherapie mit Exposition und Reaktionsverhinderung behandelt. Bei dieser Methode wird der Betroffene unter Anleitung des Therapeuten den Reizen ausgesetzt, die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen auslösen. Die Zwänge dürfen infolgedessen nicht erfüllt werden. Ergänzend zur Verhaltenstherapie können auch Psychopharmaka verordnet werden. Darüber hinaus sind Zwangserkrankungen auch unter Anwendung der Psychodynamischen Psychotherapie behandelbar.

Kontakt
Nicole Steffens

Standort

Schloss Gracht

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht
Schreiben Sie uns gerne an