Behandlung von Traumafolgestörungen

Das Trauma überwinden und wieder zu sich finden

Sie haben ein traumatisches Ereignis erlebt, das Sie nach wie vor verfolgt? Dann besteht die Möglichkeit, dass Sie unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden. In diesem Fall sollten Sie sich in Behandlung eines fachkundigen Arztes begeben.

Traumafolge- und Belastungsstörung Behandlung

Hinweis: Bei allen Symptomen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung unabdingbar, da diesen sehr ernste Erkrankungen zugrunde liegen können. Wir empfehlen deshalb, sich an Ihren behandelnden Facharzt oder Hausarzt oder an die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu wenden.

 

Definition – was ist eine Traumafolgestörung?

Psychische Erkrankungen als Folge von Traumatisierung

Eine Traumafolgestörung ist eine psychische Erkrankung, die nach kurz dauernder (akuter) oder chronischer Traumatisierung entsteht. Die Traumatisierung ist dabei eine Folge eines oder mehrerer schwer belastender Ereignisse, denen ein Mensch ausgesetzt war. Zu den Traumafolgeerkrankungen zählen unter anderem die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sowie eine andauernde Persönlichkeitsveränderung. Im weiteren Sinne können auch Depressionen, Schlafstörungen und dissoziative Störungen als Auswirkungen einer Traumatisierung angesehen werden.

 

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg aus der Traumafolge- und Belastungsstörung

Nach der Erfahrung einer traumatisierenden Situation können bleibende Schäden der Psyche entstehen. Um diese zu lindern, ist Diagnose und fachgerechte Behandlung durch einen erfahrenen Arzt vonnöten. So können belastende Erinnerungen überwunden werden, ohne dass die Gedanken an die Geschehnisse Kontrolle über Sie erhalten.

Wie kann eine Traumafolge- und Belastungsstörung behandelt werden? Unsere Therapieverfahren

Psychodynamische Psychotherapie

Die Psychodynamische Therapie dient als Hilfestellung für den Patienten, um bisher im Unbewussten verborgene Störungen offenzulegen. Diese Art der Behandlung hat ein breites Anwendungsspektrum im Bereich der psychischen Störungen.

Psychodynam. Psychotherapie

Kognitive Verhaltenstherapie

Kognitive Verfahren dienen dazu, dem Patienten die Möglichkeit zu geben, seine eigenen Handlungen und Gedankengänge besser nachvollziehen zu können. Eine solche Therapie kann unter anderem zur Überwindung einer PTBS beitragen.

Kognitive Verhaltenstherapie

Traumatherapie

Die Behandlung der sogenannten Traumatherapie hilft dem Patienten durch eine langfristige Festsetzung der Erinnerungen und gleichzeitig eine kognitive Bewertung des Erlebten dabei, seine traumatischen Erinnerungen zu verarbeiten und hinter sich zu lassen. Bei dieser Therapie handelt es sich um eine traumazentrierte psychische Therapie.

Traumatherapie
Nicole Steffens

Standort

Schloss Gracht

Nicole Steffens

Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Sollten Sie Symptome einer PTBS oder von anderen Folgeerkrankungen zeigen, wenden Sie sich an unser Team.

Entstehung – wie entsteht eine Traumafolgestörung?

Eine traumatische Situation überfordert den menschlichen Schutzmechanismus und manifestiert sich als Folgestörung

Traumafolgeerkrankungen entstehen durch das Erleben einer traumatischen Situation. Dabei handelt es sich um ein belastendes Ereignis, beispielsweise Missbrauch durch körperliche Gewalt oder sexueller Missbrauch (als Kind), der Tod eines Menschen, Unfälle, aber auch Gewalterfahrungen, Naturkatastrophen, Folter oder Kriege. Die notwendige Intensität eines traumatisierenden Ereignisses als potenzieller Auslöser ist individuell und hat einerseits mit Genetik sowie andererseits mit der Gen-Umwelt-Interaktion zu tun. Sie ruft beim Betroffenen starke Verzweiflung, Erschütterung und Ängste hervor. Des Weiteren geraten der seelische Schutzmechanismus und das menschliche Stresssystem an ihre Grenzen. Belastende Situationen können nur noch unzureichend verarbeitet werden. Traumata schaden daher nicht nur der Seele, sondern beeinträchtigen auch körperliche Funktionen und verursachen Folgeerkrankungen – teilweise handelt es sich dabei sogar um komplexe Traumafolgestörungen.

 

Symptome – wie zeigt sich eine Traumafolgestörung?

Betroffene zeigen extreme seelische Belastungen

Von einem Trauma betroffene Menschen – insbesondere jene mit Posttraumatischer Belastungsstörung – leiden unter Ängsten, Konzentrationsstörungen, Nervosität, starken Stimmungsschwankungen oder Schreckhaftigkeit (Hyperarousal). Auch das Wiedererinnern an das belastende Ereignis sowie dessen Wiedererleben sind zentrale Merkmale der Erkrankung. Bestimmte Auslöser können dafür sorgen, dass sich Betroffene von dem in der Vergangenheit liegenden Ereignis überrannt fühlen und mit Angst reagieren. Dass sie eine Situation kaum bis gar nicht kontrollieren können, verursacht bei ihnen Gefühle der Hilflosigkeit und Überforderung. Mittels dem Wiedererleben versucht das menschliche Gehirn, die bis dato unzureichend verarbeitete Situation neu zu verarbeiten und abzuspeichern. Darüber hinaus vermeiden viele Menschen mit Traumafolgeerkrankungen auch Situationen, die sogenannte "Trigger" an das Erlebte auslösen könnten und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. Dadurch kommt es auch zur Veränderung von Beziehungen, da Kontakte nur schwer aufrechterhalten werden können. Des Weiteren verursachen derartige Folgestörungen körperliche Beschwerden, beispielsweise Schlaflosigkeit, ausgelöst durch Albträume oder innere Unruhe. Auch physische Symptome, für die keine organische Ursache gefunden werden kann, zeigen Betroffene (häufig Erkrankungen der Harnwege, des Herzens oder der Atemwege).

Leiden Sie an einem Trauma? Machen Sie den Selbsttest.

Unsere Vision

Gesunde und glückliche Menschen

Wir helfen Menschen, die seelisch leiden, wieder zu sich zu finden – damit sie in Zuversicht und Freude leben können.

Impressionen von Schloss Gracht

Auf dem idyllischen Wasserschloss können Sie sich eine Auszeit in einer sicheren Umgebung nehmen. Hier haben Sie die Möglichkeit, Körper und Seele zu regenerieren und wieder zu sich selbst zu finden.

Der idyllische Innenhof ist nicht nur ein abgetrennter Rückzugsort ohne Blicke von außen, sondern gleichzeitig auch ein Platz für den Austausch und das Miteinander abseits der Therapiesitzungen.

Große Fensterfronten bringen helles Tageslicht in die Behandlungsräume.

Schloss Gracht bietet dem Patienten die Möglichkeit, sich zu entspannen und zu sich selbst finden.

Die natürlichen Farbtöne lehnen sich an das historische Gebäude an und schaffen eine gemütliche Atmosphäre zum Wohlfühlen.

Schloss Gracht kombiniert ein historisches Ambiente mit modernster Ausstattung.

Im grünen Schlosspark können Patienten die Natur genießen und die eigene Seele “baumeln lassen”.

Das idyllisch gelegene sowie von Wasser und Grünflächen umgebene Schloss Gracht bietet mit seinem abgeschirmten Innenhof ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Nicole Steffens

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Schloss Gracht

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Patientenmanagerin Schloss Gracht

Wir sind für Sie da

Wir helfen traumatisierten Menschen, sich von ihren Erlebnissen zu erholen.

Formen – wie kann eine Traumafolgestörung aussehen?

Unterscheidung nach akuten und chronischen Traumafolgen

Unterscheiden lassen sich die Folgen eines Traumas daran, ob sie akut oder chronisch sind. Akute Traumafolgen sind beispielsweise die Posttraumatische Belastungsstörung, die akute Belastungsreaktion sowie eine dauerhafte Persönlichkeitsveränderung. Chronische Traumata können sich bei Betroffenen unter anderem als Angsterkrankung, Borderline-Störung oder Depression manifestieren.

Akute Belastungsreaktion

Eine akute Belastungsreaktion tritt als direkte Konsequenz eines erlebten traumatischen Geschehens ein. Dabei zeigt der Betroffene Symptome wie Umherirren, Orientierungsverlust oder hat teilweise eine Erinnerungslücke. Auch Herzrasen, Schwitzen, Kopfschmerzen oder innere Unruhe und Gereiztheit können dabei auftreten. Eine solche Reaktion kann teilweise in eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) übergehen.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) folgt auf das Durchleben eines schwer belastenden, einmaligen oder länger andauernden traumatischen Erlebnisses. Sie entsteht üblicherweise innerhalb von sechs Monaten nach dem Ereignis und umfasst zumeist drei typische Symptome: Hyperarousal als “leichte Schreckhaftigkeit”, Flashbacks als unkontrolliertes Wiedererleben des Traumas sowie das Vermeiden von Situationen oder Aktivitäten, die das traumatische Erlebnis wachrufen könnten.

Andauernde Persönlichkeitsveränderung

Eine andauernde Persönlichkeitsveränderung kann die Auswirkung eines Traumas sein und sich wenigstens über zwei Jahre nach dem Trauma hinweg ziehen. Der Betroffene zeigt Veränderungen, weil er sich aufgrund der traumatischen Situation sozial isoliert, Angst vor der Außenwelt hat und kaum Gefühle zulässt. Beziehungen aufrechtzuerhalten oder neue Bindungen zu knüpfen, misslingt häufig. Er stellt gleichzeitig hohe Erwartungen an andere Menschen, seine Persönlichkeitsveränderung infolge des Traumas anzuerkennen. Nicht selten damit verbunden sind außerdem häufiges Kranksein sowie eine labile Stimmung und Hypochondrie.

 

Therapie – wie kann eine Traumafolgestörung behandelt werden?

Traumatherapie, psychodynamische Verfahren und Verhaltenstherapie zur Verarbeitung des Erlebten

Bei einer solchen Folgestörung, ausgelöst durch ein belastendes Erlebnis oder eine belastende Erinnerung, hilft eine Behandlung mittels Psychotherapie, beispielsweise mit der Traumatherapie, psychodynamischen Verfahren oder der kognitiven Verhaltenstherapie. Dabei stellt sich der Patient mithilfe des Therapeuten der traumatischen Erfahrung. Er soll sie neu erleben und bewerten. So kann er lernen, dass seine Ängste nicht eintreffen und er sie sogar kontrollieren kann. Die Konfrontation gibt ihm das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit wieder, damit er sich nicht länger machtlos oder als Opfer, sondern als Überlebender eines Traumas zu fühlen hat. Auch etwaige Schuldgefühle an der Opfer-Situation, beispielsweise als Opfer von Missbrauch, sollen behoben werden. Ziel ist es, das Erfahrene in die eigenen Erlebnisse zu integrieren, damit es nicht mehr zu Flashbacks und einem Wiedererleben kommen kann. Entscheidend für die Nachhaltigkeit bei Traumaerfahrungen, insbesondere in Kindheit und Jugend, ist jedoch der Einsatz psychodynamischer Verfahren, um traumatische Erfahrungen innerpsychisch anders und gesünder einordnen zu können.

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